schöpfen, als er auf Grund eigener Kaufkrast vermöchte, dieQuoten der anderen Wirtschaftssubjekte müssen entsprechend sinken,da die Menge der realen Güter eine gegebene (!) ist". Äier trittdie übliche quantitativ-materialistische Betrachtungsweise noch vieldeutlicher hervor, und mit der Annahme eines statischen Zustandesder Volkswirtschaft, nach der „die Menge der realen Güter einegegebene ist", verschließt sich der Verfasser jeder Einsicht in denwirklichen Organismus des Tauschverkehrs und seiner Erklärung.Aber ohne Zweifel liegen dem allen richtige Beobachtungen zu-grunde, denen nur die Stütze durch eine realistische, nicht auffalschen Konstruktionen wie die Wertlehre und die Annahme einesstatischen Zustandes aufgebaute Wirtschaftstheorie fehlt.
In diesem Zusammenhang sei hier nochmals auf die Aus-führungen von Zwiedineck in dem Aufsatze „Die Einkommens-gestaltung als Geldwertbestimmungsgrund" aufmerksamgemacht, der in diese Probleme verhältnismäßig am tiefsten ein-gedrungen ist, aber, wie alle Arbeiten, die außerhalb der gewöhn-lichen theoretischen Schablone fallen, längst nicht genügend beachtetwurde. Bedauerlich ist nur, daß v. Zwiedineck zu viel umfassenwill, nebensächliche Erscheinungen nicht genügend ausscheidet undvon den Äauptursachen trennt, kurz, zu wenig systematisch-kon-struktiv vorgeht. Äätte er seine richtigen Beobachtungen mehrnach rückwärts auf die allgemeinen Grundlagen der Wirtschafthin verfolgt, so wäre er meiner Geld- und Wirtschaftstheorieschon längst näher gekommen, während er jetzt noch nach einemunfruchtbaren Eklektizismus strebt und die Bedeutung eines ge-schlossenen Systems zur Erklärung der elementaren Tauschvorgänge,die die erste Aufgabe ist, unterschätzt. Wie kann aber heute schondie ökonomische Theorie alle möglichen Nebenerscheinungen be-rücksichtigen, solange, wie wir gesehen haben, selbst die angesehenstenTheoretiker sich noch nicht einmal darüber klar sind, daß durchdas Geld alle Preise im Zusammenhang stehen. —
Der wichtigste Fall der Geldvermehrung wird immer dieBanknotenausgabe sein. Erst neuestens fängt man an, zu er-kennen, daß es dabei darauf ankommt, daß die durch die Noten-ausgabe vermehrte Kaufkraft aus einer im Taufchverkehr erzieltenEinkommenssteigerung entstanden ist, oder ob sie eine künstlich ge-schaffene, rein zusätzliche Kaufkrast bedeutet. Insbesondere beiA. Lansburgh, „Die Kriegskystendeckung und ihre
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