gestiegen ist 1 ) und blickt auf die absluten Ziffern von 1888und 1909, so erkennt man, dass dem Getreidehandel steigendeAufgaben erwachsen sind.
: Wie gross der Ueberschuss an Getreide über deneigenen Bedarf in der Provinz Posen ist, der zur Ausfuhrgebracht wird, zeigt am sichersten die Giiterbewegungs-und Binenschifffartsstatistik (cf. Tabelle I im Anhang 2 ).
Danach zeigt es sich, dass im Durchschnitt der Jahre1886 — 1908 die Provinz Posen jährlich zum Versand brachte :
an Weizen„ Roggen„ Gerste„ Hafer
24 912 To.208816 „41414 „20 991 „
während sie an Mehl, Mühlenfabrikaten und Kleie 44 986 To.empfing. (Die Erleuterung hierzu siehe Abschnitt V, Ab-schnitt über Mehl und Kleie).
Stellung der Provinz Posen als Ausfuhrprovinz.
Ein Vergleich mit den anderen Gebieten des DeutschenReiches zeigt die besondere Stellung der Provinz Posen inbezug auf den Getreideversand, (cf. Tabelle I im Anhang)Danach weist die Provinz Posen in allen Rohprodukteneinen Ueberschuss auf und zwar kommt siein Weizen an 2. Stelle mit 24 912 To.
hinter Ost- und Westpreussen mit
32 030 „
in Roggen an 1. Stelle mit
208 816 „
(mehr als die Provinz Brandenburg mit Berlin
an Zufuhr braucht).
in Gerste an 1. Stelle mit
41414 „
in Hafer an 4. Stelle mit
20 991 „
*) Meitzen Bd. VII. Art. von Dr. Steinbrück: Derselbe er-rechnet daselbst die Stellung der Regierungsbezirke nach denDurchschnittserträgen pro ha. bei den einzelnen Fruchtarten währenddes Jahrfünftes von 1899 — 1903 und es zeigt sich, dass ungeachtetder steigenden Erträge die Provinz Posen weit unter dem Durch-schnitt des Staates in allen Hauptgetreidearten bleibt.
2 ) Die Angaben der Güterbewegungs- und Binnenschifffarts-statistik sind im V. Abschnitt dieser Arbeit wiedergegeben.