Print 
Der Getreidehandel in der Provinz Posen / von Władysław Hedinger
Place and Date of Creation
Page
28
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

Dr. Pernaczyriski charakterisiert in folgenden Wortendiese Periode:

„Die Motive, die für die Getreidetarifpolitik der Eisen-bahnen seit der Verstaatlichung bis 1891 eine ausschlag-gebende Rolle spielten, waren zugleich fiscalischer undschutzzöllnischer Natur. Es trat mehrfach eine Verteuerungdes Getreidetransportes gegen die Privatbahnzeit ein. Dasrussische Getreide wurde ferngehalten, aber auch das po-sensche erfuhr im Absatz nach ferneren Gegenden desDeutschen Reiches eine Hemmung.

Die Tarifpolitik war eine ziemlich bureaukratische.Ausnahmen bestanden nur in dem Festhalten an dem be-reits von Privatbahnen Geschaffenen. Es wurde der Brom-berger Staffeltarif beibehalten und auf die Relation Posen-Berlin ausgedehnt. Dagegen erlitt der Absatz nach Ober-schlesien durch die staatliche Tarifreform einen nicht un-bedeutenden Schaden.“

2. Die Periode von 1891—94.

c) Die eben geschilderten Staatsbahntarife erfuhrenim Jahre 1891—94 eine zeitweilige Unterbrechung durchdie sogenannte Getreidestafeltarife.

Der Inhalt derselben lautet:

Getreide aller Art sowie Mühlenfabrikate tarifierenfolgendermassen:

An den vollen regelrechten Frachtsatz des Spezialtarifs I(4.5-j-12) für 200 km wurden von 201—300 km 3 Pf., von301 km ab 2 Pf. für das Tonnenkilometer ohne Abfertigungs-gebühr angestossen. Hiernach stellten sich die Strecken-einheitssätze für das Tonnenkilometer nach Abzug von 12 Pf.Abfertigungsgebühr für 100 kg bis 300 km auf 4 Pf.,bei 400 km auf 3 5 Pf.

„ 500 „ „ 3.2 „

„ 600 „ „ 3.0 „

„ 800 „ „ 2.75 „

„ 1000 „ „ 2.6 „

Dieser Tarif wurde mit Gültigkeit vom 1. September 1891in Kraft gesetzt. Die normalen Frachtsätze bis zur Ent-