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und Darlehnskassen, und die Organisation des landwirt-schaftlichen Genossenschaftswesens überhaupt in sein Arbeits-gebiet aufzunehmen und die Firma: „Verband der land-wirtschaflichen Genossenschaften für die Provinz Posen “anzunehmen. Zu diesem Zwecke stellte der Verbnd dannauch eigene genossenschaftliche Wanderlehrer und Revisorenin seinen Dienst.
Nun begann in rascher Reihenfolge die Gründungeiner Anzahl von Genossenschaften.
Am 1. Januar verzeichnet der Verband:
286 Kredit Genossenschaften43 Molkerei „ „
17 Bezugs- uud Absatz-Genossenschaften67 Verschiedene GenossenschaftenSa. 413 Genossenschaften nebst 2 Centralgenossen-schaften.
Für alle inneren Verwaltungsangelegenheiten ist dieallein kompetente Instanz der Verband, während die Provin-zial-Genossenschaftskasse die Geldausgleichsstelle, also dieCentralkasse des Verbandes ist, die für die Vermittelungdes Geldbedarfs und Anlage des Ueberschusses ins Lebengerufen ist.
Ausser der Kreditgewährung hat die Provinzialge-nossenschaftskasse seit Juli 1907 als Nebenbetrieb auchdie Vermittlung von landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln(Düngemitteln, Futterstoffen, Streustoffen u. s. w.) für dieangeschlossenen Genossenschaften übernommen; allerdingsliefert die Provinzialkasse nicht selbst, sondern sie über-schreibt nur die Bestellung der landwirtschaflichen Central-Ein- und Verkaufsgenossenschaft. Die Genossenschaftenbezogen anfangs direkt durch die Centralgenossenschaft.Sie konnten aber, weil sie nicht Mitglieder waren, keineWarendividende aus dem Gewinn bekommen, und es tratdeshalb der Einfachheit wegen die Provinzialkasse der Cen-tral- Ein- und Verkaufsgenossenschaft als Mitglied bei.Sie erhält dadurch in einer Summe die Dividende für alleBezüge und giebt die Dividende dann wieder den einzelnenGenossenschaften. Im Jahre 1897 beteiligten sich an demBezug 80 Genossenschaften, und der Wert der gelieferten