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zu exportieren, hat ihn aber scheinbar wieder zurückfordernmüssen. 1 )
Der Zahl nach ist der Verkehr in Hafer mit Polen (der Verkehr über Westpreussen ist mit einbegriffen) so klein,dass er zur Zeit keine wesentliche Rolle im Handel mitHafer mehr spielt.
Zusammenfassend führen die Zahlen für d.en Handelmit Hafer zu denselben Schlussfolgerungen wie die Angabenfür den Roggenhandel, sodass ich mich hier nur mit demHinweis begnügen kann.
d) Gerste.
Wie die Schilderung der Entwickelung der Handels-politik es gezeigt hat, muss man seit 1906 zwischen Malz-und Futtergerste unterscheiden. Leider entspricht die Hand-habung der Statistik nicht der jeweiligen Tendenz der Zoll-politik, und so finden wir auch nach 1906 die Angaben fürGerste in den statistischen Nachweisen zusammengefasst.Da aber bei der Ausfuhr von Gerste über die Zollgrenzeder Zoll vermittels der Einfuhrscheine nur im Werte derFuttergerste (2 Mk) erstattet wird, so kann man als sicherannehmen, dass Malzgerste seit 1906 nicht exportiert wird.Infolgedessen muss man hinsichtlich der per Wasser oderper Bahn via Hafen exportierten Gerste annehmen, dasssie Futtergerste sei oder dass sie, im Falle es Malzgersteist, auf dem Seewege wiederum in Deutschland abgesetztworden ist. Dies ist in der Tat in den letzten Jahren stetsder Fall gewesen.
Auch muss man nicht unerwähnt lassen, dass eineweitere Folge der Differenzierung zwischen Malz- undFuttergerste die war, dass es zum s. g. Schmuggeln vonBraugerste unter der Angabe, es sei Futtergerste, sehr oftgekommen ist. Infolgedessen wird jetzt die Futtergerste meistensdenaturiert, was wiederum zu vielen Unerträglichkeiten führt-
Auf Grund der Angaben der Tabelle XVII—XIX habeich analog wie für Weizen die nachstehenden jährlichenDurchschnittszahlen für den Verkehr der Provinz Posen inGerste für die einzelnen Perioden der Handelspolitik undmit den einzelnen Ländern zusammengestellt.