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The castled crag of Drachenfels Frowns o’er the wide and winding Rhine,
Whose breast of waters broadly swellsBetween the banks which bear the wine,
And hills all rieh with blossom’d trees,
.'And fields which promise com and wine,
And scatter’d cities crowning these,
Whose far white walls along them shine,
Have strew’d a scene, which I should seeWith double joy wert thou with me.
Wenn wir auf das rechte Ufer des Rheines gelangen wollten, so benutztenwir die Ponte, die langsam über den Strom hin und her zog, denn nochspannte sich bei Bonn keine feste Brücke über den Rhein . Wir suchtenHeisterbach auf, eine ehemalige Abtei der ehrwürdigen Zisterzienser , die inMecklenburg die mit meiner Familie jahrhundertelang verbundenen KlösterDoberan und Rhena gründeten. Über dem Tor von Heisterbach prangte dasWappen der Abtei, eine Heister, d. h. eine junge Buche. Als Wächter danebender heilige Benedikt von Nursia und der heilige Bernhard von Clairvaux .
„An den Rhein, an den Rhein, zieh nicht an den Rhein “, so hatteein Bonner Kind, Karl Josef Simrock, gesungen, und wir fanden, meineKameraden und ich, daß er recht hatte. Ich möchte übrigens nicht denEindruck erwecken, als ob ich mich im Sommer 1871 in Bonn nur„amüsiert“ hätte. Am Morgen wurde auch unter unserem neuen Kom-mandeur, dem Prinzen Heinrich XIII. Reuß, stramm exerziert, und meinRittmeister, Graf Wilderich Galen, verstand im Dienst keinen Spaß. DieFreude an regelmäßiger Beschäftigung, die ich damals im Rahmen ernstermilitärischer Arbeit und im Kreise gleichgesinnter Kameraden empfand,hat mich durch das Leben begleitet. „Nulla dies sine linea“ ist eine derGrundlagen meines Daseins. Als nach meinem Rücktritt die Tage, diejahrzehntelang in der Hast drängender Geschäfte dahingeflogen waren,nun mir lang zu werden schienen, machte ich mir einen methodischenArbeitsplan, der weite Gebiete von Geschichte, Nationalökonomie undLiteratur umfaßte und dessen regelmäßige Einhaltung nicht nur meinen Be-tätigungswillen befriedigte, sondern mir neue Horizonte eröffnete und mitihnen die Neigung zu abgeklärter Betrachtung der Menschen und der Dingeverstärkte und vertiefte.
Wenn der Leutnant Bernhard von Bülow nachmittags auf dem Reitwegder Poppelsdorfer Allee galoppierte, mag er dem dort spazierengehenden,sechs Jahre älteren Privatdozenten Georg von Hertling begegnet sein.Beide ahnten nicht, daß sie sich zwölf Jahre lang im Reichstag gegenüber-sitzen würden, daß der Jüngere von ihnen um die Jahrhundertwende, der