eine Zunahme der Beschäftigung und des Einkommensder Gesamtheit die Folge sein. Im Gegenteil: das ein-zige Ergebnis der Verwendung des Knechts an Ltelleder Dreschmaschine, wie der Beschaffung des Boggen-bedarfs durch Bestellung der unfruchtbarsten heimischenBöden statt durch Eintausch desselben gegen exportierteProdukte, die wir besser und billiger als das Auslandherstellen, ist eine Minderung des Ueberschusses dernationalen Produktion über die aufgewendeten Kostenund eine entsprechend geringere Zunahme des National-reichtums.
Aber noch bin ich mit der Darlegung des Frei-handelsarguments nicht zu Ende. Welches sind denn nundie Produkte, die ein Land mit Freihandel herstelltund die es in das Ausland hinausschickt, um seinenBedarf mit größerer Arbeits- und Kapitalersparnis zudecken? Stellt ein Freihandelsland etwa alle Produkteher, die es billiger als das Ausland erzeugen kann?
Es sind schon mehr als 80 Iahre her, seit Torrensund dann Ricardo, denen die beiden Blill und dieSpäteren gefolgt sind, die eben ausgeworfenen Fragenbeantwortet haben.
Das Prinzip der Wirtschaftlichkeit lautet: Befriedigemit dem geringstmöglichen Aufwand möglichst voll-kommen deine Bedürfnisse. Bei seiner folgerichtigenDurchführung hütet sich ein Freihandelsland alle Pro-dukte herzustellen, die es billiger als das Ausland her-stellen kann. Es ist nicht die Differenz in den absolutenProduktionskosten eines Gutes, welche bestimmt, inwelchem Land ein jedes Gut produziert wird. Mitunterwird ein Gut am billigsten beschafft, indem es aus
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