kurrenzfähigkeit mit dem Ausland erzogen werden könne,roo demnach der staatliche Schutz nichts anderes bedeutet,als die dauernde Benachteiligung der Mehrzahl zugunsten Weniger, haben die Genannten alle künstlichenMaßnahmen zu deren Schutz auss entschiedenste ver-urteilt. Daher denn auch der Satz Friedrich List's: „Dieinnere Agrikultur durch Schutzzölle heben zu wollen,ist ein törichtes Beginnen."
hamilton, Thaptal und List fühlten sich in be-wußtem Gegensatz zu Adam Smith , und in der Tat hatdieser Erziehungszölle ausdrücklich abgelehnt. Alleinauch ihr Ziel war die freie Konkurrenz der zur Kon-kurrenzfähigkeit erzogenen Erwerbszweige auf demWeltmarkt. Die innere Konkurrenz der gegen das Aus-land geschützten nationalen Betriebe sollte diese zur Kon-kurrenzfähigkeit mit dem Ausland erziehen, worauf derSchutz wegsallen sollte. Auch List's Ziel war also derFreihandel. Daher so ausgesprochene Freihändler wieI. B. San') und Iohn St. Mill«) sich seiner Befür-wortung von Erziehungszöllen angeschlossen haben.
Die Erziehungspolitik war in Amerika, in Frank-reich, insbesondere auch in Deutschland von großen Er-folgen begleitet. In den siebziger Iahren waren diehauptsächlichsten unter den bis dahin geschützten deutschenErwerbszweigen zu so hoher Entwicklung gelangt, daßdie ihnen bis dahin gewährten Schutzzölle wegfallenkonnten. Allein bald kam ein Rückschlag. Nicht etwa,weil die deutsche Industrie ihre Konkurrenten nicht eben-
7) vgl. Z, L. 5sv, HusIUlNNche vZ'5le»u»g <!-> NsNonzlSkonom!« vli-s Äti5l»»>z«itt!chc>li, öeul-ch von Moiiwäl, Sluttgzil ISZZ. I. 250 II.
«1 St. MM, ?linciple, »I po>il!c-> economv V, kh. X. ß I.