sich, um die Zustimmung der Gesetzgebung zu den von ihmbegehrten Schutzzöllen zu erlangen, zur Unterstützungder besonderen Ansprüche aller übrigen Sonderinteressenan die Gesetzgebung bereit. Um diese Schutzzollpolitikschmackhafter zu machen, hat man sie auch, weil sieaus der Berücksichtigung aller Bevölkerungsschichten aus-gebaut sei, als vorzugsweise soziale Schutzzollpolitik hin-gestellt. Den „nackten Konsumenten", wie man ihn nennt,dessen Interessen durch diese Krt sozialer Fürsorge verletztwerden, hat man für ein Phantasiegebilde erklärt. Manwill damit sagen, daß es keinen Konsumenten gebe,der nicht selbst Produzent sei, und, da alle Produktions-interessen gleichmäßig geschützt werden sollen, werdedurch das protektionistische Solidaritätssnstem somit jederbevorteilt.
Es ist wirklich erstaunlich, was alles dem nichtdenkenden Publikum heute zugemutet wird. Angenom-men nämlich, all' das wäre zutreffend, so wäre gar nichteinzusehen, welchen Nutzen die folgerichtige Durchführungeiner gleichmäßigen künstlichen Verteuerung aller Krtenvon Produkten den Produzenten bringen könnte! Wennalle Krten von Produkten gleichmäßig um 10, 50 oder100 Prozent teurer würden, wem sollte dies nützen!Die Zache ist eben die, daß dieses ganze protektionistischeSolidaritätssnstem aus einer groben Illusion, um keinschlimmeres Wort zu gebrauchen, beruht. Tatsächlichwürde diese soziale Schutzzollpolitik keine andere Wirkunghaben, als die Benachteiligung der wirtschaftlichSchwächeren zu gunsten der Stärkeren, der aus festeBezüge Angewiesenen zu gunsten derjenigen, welche ihrepreise zu steigern vermöchten, der politisch wenig odergar nicht einflußreichen Klassen zu gunsten derjenigen,
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