welche die Staatsgewalt ihrem Interesse dienstbar zumachen besondere Gelegenheit haben, vor allem aberder Lohnarbeiter, die ihre Löhne nicht im Verhältniszur eintretenden Teuerung zu steigern vermöchten, zugunsten des Unternehmergewinns und der Grundrente,verlangen doch viele, welche unter dem Schlagwort desSchutzes der nationalen Arbeit für diese Art sozialerSchutzzollpolitik eintreten, die Begünstigung der Ein-wanderung fremder Arbeiter und alle möglichen Beein-flussungen des Koalitionsrechts, um die Löhne der Ar-beiter herabzudrücken, oder doch deren Steigen zu ver-hindern !
Dabei hat das protektionistische Solidaritätssystemnicht einmal Anspruch auf Originalität. Zum erstenmaltauchte es auf, als Wilhelm III. von Dramen seinenunsicheren englischen Thron durch systematische Bestechungaller Arten von Interessenten zu festigen suchte^). Dannwieder zur Zeit des weißen Schreckens in Frankreich .Hinter den restaurierten Bourbonen drängte sich einegierige Horde von Iunkern. Unter dem Deckmantel desUoyalismus sucht sie ihre Stellung unter dem anoisnrsZims zurückzuerobern. Es ist die Zeit, da eine Vorlagezur Wiedereinführung des Erstgeburtsrechts im Parla-ment eingebracht wird, und eine Anzahl anderer reaktio-närer Maßnahmen das gleiche Ziel verfolgen. Indeshören wir darüber den größten unter den deutschenGeschichtschreibern, Heinrich v. Treitschke. „Unter derRestauration," schreibt er^), „bleiben die (von Napoleoneingeführten) Prohibitivzölle aus fremde Fabrikate im
>2) vgl. st, Tadel, Die knlslchuiig lies Hgraischlilües !» englanÄ, 5Ira!5-burg ISSS. S. 120 II,
») preussische Zahldüchel XX., Z50.
H0