vollen Arbeitsertrag, sondern nur mehr so viel, als er unent-behrlich zum Leben braucht, als Lohn.
Auch iu dieser Auffassung ist etwas Wahres, insofernohne Zweifel mit der Durchführung der Kooperation und derArbeitstheilung innerhalb desselben Betriebs die Manufacturan die Stelle des Handwerks, und mit der Anwendung derMaschinen die Fabrik an die Stelle der Manufactur trat.Kein Zweifel: die Veränderung in der Wirthschaftsform warmit der Veränderung in der technischen Organisation desArbeitsprocesses nothwendig gegeben. Kein Zweifel auch, daßjede dieser Veränderungen für die Arbeiter empfindliche Miß-stände brachte.
Aber auch in dieser Auffassung ist zweierlei falsch.
Einmal die Vorstellung als sei das. was Marx als Aus-beutung fremder Arbeitskräfte bezeichnet, erst mit der kapita-listischen Productionsweise entstanden, ja sogar, daß derenEntstehung mit der Durchführung von Cooperation undArbeitstheilung in der Manufactur verknüpft sei.
Heute erhält der Arbeiter nirgends den Werth desProducts, bei dessen Herstellung der Arbeitgeber ihn ver-wendet, sondern nur den Werth seiner Arbeitsleistung, dievom Arbeitgeber im Productionsprocesse mit anderen Pro-ductionselementen zum neuen Producte verbunden wird.Wenn dies eine Ausbeutung bedeutet, so hat diese Aus-beutung bestanden, seitdem von den Menschen gearbeitetwird°). Der einzige Unterschied ist nur der, daß währenddie früheren Rechtsordnungen dahin gingen, den Werth derArbeitsleistung künstlich herabzudrückcn, die Principien derheutigen Wirthschaftsordnung alle Beeinträchtigungen desWerths der Arbeit durch das Recht ausschließen.