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Gegenvorschlägen erwidert, die von Carr schlankweg abge-lehnt wurden.
Der Streit ging in dieser Weise weiter und wurde noch da-durch kompliziert, daß die französische Compagnie GeneraleTransatlantique in die Interessensphäre der deutschen Linienin Lüddeutschland stärker einzudringen versuchte. Auch in denZeitungen ging die Polemik weiter, und daß die in der Gene-ralversammlung vom Frühjahr 1884 geübte Kritik in weiterenKreisen als sachlich begründet empfunden wurde, zeigt einArtikel der Hamburger „Börsenhalle" vom 2. April 1884,worin es als ein unbestreitbarer Fehler der Verwaltung derPacketfahrt bezeichnet wird, daß sie »die Entwicklung derTechnik der Dampfschiffahrt, die seit Anfang der 70er Jahredie Betriebskosten auf die Hälfte heruntergebracht hat, nichtrechtzeitig erkannt und nicht genügend berücksichtigt hat." Schonvor Jahren sei auf die Möglichkeit der Einrichtung einer Liniehingewiesen worden, die aus Dampfern nur für die Beförde-rung von Fracht und Zwischendecken bestehe; die Carr-Liniehabe diesen Gedanken in die Tat umgesetzt, und sie habe sichinzwischen so konsolidiert, daß ihre Konkurrenz jetzt der Packet-fahrt gefährlicher sei als umgekehrt. Dabei sei der Packetfahrtauch die Beförderung von Kajütspassagieren fast völlig ver-lorengegangen, die zu den Schnelldampfern anderer Linienabgewandert seien. In der Leitung der Packetfahrt fehle er-sichtlich seit mehreren Jahren eine feste Hand und eine klareVoraussicht.
Für die wachsende Bedeutung, die sich die Carr-Linie imPassagierverkehr ihrerseits errungen hatte, ist bezeichnend,
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