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malige im Monat gegenüberstanden, und ihre Dampfer dielangsameren seien. Der Norddeutsche Lloyd zeigte sich gewillt,einer derartigen Differenzrate zuzustimmen; wenn ihm einPreisunterschied zwischen seinen schnellen Dampfern und seinenlangsameren Dampfern zugebilligt würde, solle ein gleichesVerhältnis zwischen der Packetfahrt und der Carr-Linie Platzgreifen. Auch war der Lloyd bereit, der Packetfahrt einengewissen Vorsprang zu geben, so daß der Preis für die BremerSchnelldampfer M. 120,—, für die langsameren M. 110,—,für die Packetfahrt-Dampfer M. 10Z,— bis M. HO,— undfür die Carr-Dampfer M. 98,— bis M. 100,— sei. Mitdiesem Vorschlag trat Edward Carr an die Leitung der Packet-fahrt im Oktober 1884 heran, zugleich mit der Drohung, daß,wenn eine Vereinbarung auf dieser Grundlage nicht zustandekomme, er seinen Beförderungspreis abermals ermäßigen werde,und zwar von M. 80,— auf M. 60,—. Aus den Bat ihrerNew Yorker Agentur lehnte die Packetfahrt die Bewilligungeiner Differenzrate für die Carr-Linie wieder ab, und damitscheiterte vorerst der Versuch zur Einigung. Von HamburgerBankkreisen, und zwar namentlich von dem Senior der be-kannten Bankfirma L. Bohrens L Löhne, war die Verwaltungder Packetfahrt zum Abschluß eines Übereinkommens mit derKonkurrenz sehr gedrängt worden. Diese Teilnahme der Ham-burger Börsenkreise an dem Streit erklärte sich daraus, daß dieCarr'sche Reederei eine sogenannte Partenreederei war, an derbekannte und bedeutende Hamburger Firmen und Persönlich,keiten finanziell interessiert waren. Vorschläge des HerrnVehrens für eine Einigung wurden von der Packetfahrt mit