Druckschrift 
Albert Ballin / Bernhard Huldermann
Entstehung
Seite
379
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XI.

Persönliches.

Albert Ballins Lebenswerk im Rahmen dieses Bandes er-schöpfend zu schildern, erschien dem Verfasser, je mehr er sichmit der Arbeit beschäftigte, desto mehr ausgeschlossen. Z2Jahre unablässiger, harter Arbeit, unterbrochen nur, wenn dieHerrin Natur oder ein ganz gebieterisches ärztliches Gebot esbefahlen, verbracht an der Spitze eines Unternehmens, das durchdiese Arbeit zu einem der größten erwuchs, die die Wirtschafts-geschichte der vergangenen Jahrzehnte kennt, kann man über-haupt nicht auf dem Papier darstellen, es sei denn durch Ziffern,die aber nur der Kundige zu deuten weiß. Die Darstellungmußte sich darauf beschränken, das Bild des Mannes auf demHintergrund derjenigen Ereignisse hervortreten zu lassen, andenen er mitarbeitend, zumeist mitbestimmend gewirkt hat, seineGestalt, sein Wesen und seine Bedeutung sollten darin er-scheinen, wie ein Maler das Porträt seiner selbst im Spiegelsieht. Was der Spiegel nicht zeigt, ist die ungeheure Gedanken-arbeit, die dem Porträt seinen Ausdruck gegeben hat. DemZuschauer erscheint das Produkt geschichtlichen Geschehens umso einfacher und begreiflicher, je vollkommener es sich darstellt.Was an Kraft und Kühnheit, an Wagemut und Verantwor-lungswillen zum Werden der Dinge beigetragen hat, erscheint