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sind, unten den Stiel von einem Teelöffel hineinzuklemmen, damit die
Türen nicht immer offen fallen.
Zu Nutz und Frommen der Ausrüstungsabteilung füge ich nochhinzu, daß die Apfel außerordentlich minderwertig sind, ein Umstand,der um so mehr befremdet, als man es doch so bequem gehabt hätte, dem'Schiff amerikanische Apfel an Bord zu geben. Die Zrühsiückskartensind noch nach der alten Mode und nicht, wie vor etwa Jahresfristbeschlossen, täglich wechselnde. Singer Äle, welches auf solchen Fahrtensicher begehrt ist, steht zwar auf der Karte, ist aber nicht an Bord. DieStewards sind teilweise noch sehr jung und unerfahren, und vorläufigmacht die ganze Bedienung einen sehr verwilderten Eindruck. Wirsollten der kürzlich besprochenen Idee, während des Winters englischeUnterrichtsstunden für Stewards einzuführen, ernsthaft nähertreten, dennauch auf dieser Reise sind mindestens ebenso viele Engländer an Bord- wie deutsch sprechende Passagiere/ -
«AnBordder«Kiautschou"vorPort2aid,tZ. Jan. lSOt.
Was die Einrichtung des Schiffes anbetrifft, so muß ich sagen,daß, wenn die «Hamburg" und «Kiautschou" nach unseren eigenenPlänen erbaut worden wären, das Urteil sehr nahe läge, daß wir ohneErfahrung bezüglich der Erfordernisse der Paffagierfahrt in den Tropendie Aufgabe zu lösen versucht hätten. Tatsache ist, daß> ich, was ditz' Passagiereinrichtung anbetrifft, auf diesen Schiffen so gut wie nichtsfinde, worin man eine besondere Rücksicht auf die Tropenfahrt und aufdie langen Reisen genommen hat. Die Kammern sind viel ZU klein,meiner Meinung nach sind sie mit ganz vereinzelten Ausnahmen nichtgrößer als auf den nordamerikanijchen Dampfern, und die große Zahlvon Ännen-Kammern ist für. diese Fahrten natürlich vom Übel. Ebensoist die Zahl der Badezimmer bei besetztem Schiff unzureichend, und. Rauchzimmer sowie Gesellschaftssalons können bei ungünstiger Witte-rung und vollem Schiff die platzsuchenden Passagiere bei weitem nichtaufnehmen. Ghue der Frage des Rendiments heute schon nähertreten