Druckschrift 
Albert Ballin / Bernhard Huldermann
Entstehung
Seite
182
Einzelbild herunterladen
 

82

Wahrung des Brotes bestimmt ist, und die Köper müßten eingehenddarüber belehrt werden, welche Artikel sie unbedenklich zusammenpackenkönnen und welche für sich gesondert gehalten werden müssen.

.Die folgenden Mangel möchte ich noch erwähnen: l. Die

Leinenkammer in der 2. Kl. ist viel zu klein; das Leinenzeug war ineiner Paffagierkammer aufgestapelt. 2.2m Damensalon der 2. Kl. sindPlüschbezüge verwendet worden, in der Hitze natürlich eine sehr uner-freuliche Einrichtung. Z. Die Iahlmeisterkammer ist zu klein. 4. DieHerrentoilette beim 'Rauchzimmer müßte mit einer selbstschlicßenden Tür,die unlen und oben offen ist, versehen werden, wie man sie auf denWhite Star Schiffen hat. S. Für das Achterdeck der l. Kl. wäre eindoppeltes Sonnensegel erwünscht. S. Der Direktor der Suez Canal Cp.riet dringend, für das Steuern der großen Schiffe durch den Kanal Z oder4 der besten Leute speziell auszusuchen und möglichst wenig zu wechseln.7. Die Kammer Nr. 257 ist kein menschenwürdiger Aufenthalt, sie hatweder Lust noch Licht. 8. 2n der Kammer ist nicht die Möglichkeitgegeben, irgend etwas zu verschließen. 9. Der Teppichläuser in denHangen sah schon nach der Abfahrt von Genua total verschaffen undalt aus. Es ist sehr bedauerlich, daß wir es nicht durchsetzen können,den Gummibelag aus unseren Schiffen einzuführen.

Hongkong , den lS.Febr. 190l.

..... Wir setzten unsere Reise von Lingapore nach Saigon undHongkong mit dem französischen Postdampfer »Tonkin" am6. abends 5 Uhr fort.Wir erhielten eine Kabine auf dem un-

teren Deck. und, da vor der Kammer ein Tisch aufgestellt war, an welchemabwechselnd die sehr zahlreich an Bord befindlichen Kinder, dann dieweiße und endlich die farbige Bedienung gespeist wurde, war der Lärmebenso groß, wie der Gestank unerträglich war. Den letzteren zu er-höhen, bemühten sich erfolgreich die farbigen Leute, denen man ge-stattet halte, ihr Nachtquartier unter den Tischen und aus der Luke auf-zuschlagen. Dazu mußten die Fenster infolge des schlechten Wettersgeschloffen bleiben, und wenn uns nicht der sehr liebenswürdige Kom-