Druckschrift 
Albert Ballin / Bernhard Huldermann
Entstehung
Seite
191
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der Kabinen hören konnten, was im Salon vor sich ging, unddem im Salon Sitzenden kein Geräusch aus den Kabinen ent«ging, hatte man im Laufe der Zeit die Gesellschaftsräume vonden Kammern räumlich vollständig getrennt. Deren Ausmaßewaren wesentlich vergrößert worden. Die übereinander ange-ordneten Betten hatten in der ersten Klasse frei nebeneinanderstehenden Platz gemacht, und von den Kabinen für vier Per-sonen, die früher die Regel gebildet hatten, war man zu Ka-binen für zwei Personen übergegangen, hatte auch zahlreicheKabinen für nur eine Person und schließlich die sogenanntenLuxuskammern geschaffen, die als Wohn- und Schlafzimmereingerichtet waren. Ihrerseits bildeten sie einen Vorläufer fürtatsächliche Wohnungen aus drei und später noch mehr Räumenbestehend, die wieder ihren Gipfel in den Luxuswohnungender Imperator-Klasse mit einer Gesamtgrundfläche von nichtweniger als 126 qm erreichten. Der dem Passagier zurVerfügung stehende Raum wuchs im Laufe der Zeit von4 qm Grundfläche für die zweibettige Kammer bis auf 16 qmin den Kammern der Imperator-Klasse, die also ein völlignormales Zimmer und nicht mehr eineKammer" darstellten.Die Luxuswohnungen gar stiegen bei der Imperator-Klassebis auf 126 qm und umfaßten Zwölf Räume bis zu 2z qmGröße im einzelnen. Im Lpeisesaal war man bei der Amerika -Klasse bereits von denTable d'höte"-Tischen zu kleinerenrunden Tischen übergegangen, und hatte auch dasTabled'höte"-Lystem bei der Verpflegung der Passagiere verlassen.2 n seiner Beköstigung wurde mehr und mehr jeder Mann seineigener Herr. Auf derAmerika "-Klasse waren auch schon