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Die Schiffe der Imperator-Klasse, die mit dem 191zerbauten Dampfer »Imperator" ins Leben trat, waren Vier-schrauben-Dampler, mit Turbinen, die ihre Kraft aus nichtweniger als 42 Wasserrohrkesseln erhielten und von fast derdreifachen Größe wie der Dampfer »Deutschland ", nämlichZ2000 Brutto-Register-Tonnen. Zwischen ihnen und denDampfern, die Ballin bei Beginn seiner Laufbahn vorge-funden hatte, war ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht.Ein kurzer Vergleich zeigt am besten den gewaltigen Fort-schritt, der im Laufe von noch nicht drei Jahrzehnten erzieltworden ist. In der Größe der Schiffe war man von zooaauf über Zoooo Brutto-Reg.-Tonnen gestiegen, in der Ge-schwindigkeit von 14 bis auf fast 2 z Leemeilen, in den Decks-höhen von 6 ^'r auf 8 Fuß in den unteren Decks und in denfür die Gesellschaftsräume bestimmten oberen Decks bis auf20 Fuß. Große Teile der oberen Decks waren den Gesell-schaftsräumen vorbehalten, die ihren Gipfel erreichten in demgroßen Ballsaal, der kaum einem gleichen Raum eines Land-hotels an Größe und Pracht der Einrichtung nachstand. Lchiff-bautechnisch war die Konstruktion eines solchen freitragendenRaumes, ohne Stützen, von 4Z0 qm Grundfläche eine niegesehene Leistung. Neben ihm waren riesige Lpeisesäle fürdie einzelnen Klassen, Rauchzimmer, Damenzimmer, Restau-rant, Wintergarten, Schwimmbad und noch zahlreiche andereNebenräume für die Erholung und Unterhaltung der Passa-giere vorhanden.
Während auf den alten Schiffen die kleinen Kabinen um densogenannten Salon herum angeordnet waren, die Bewohner