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teiligten zu einer Besprechung im Schloß zu Berlin .Dabei führte der Kaiser den Vorsitz. Es sollten ein Dampferdes Norddeutschen Lloyd und ein Dampfer der Hamburg-Amerika Linie die Vertreter der Neichsbehörden, des Parla-ments und die geladenen Gäste aufnehmen, soweit sie nichtetwa auf der „Hohenzollen/ selbst sich befanden, und solltender „Hohenzollern" bei der Fahrt von Hamburg elbabwärtszum Kanal folgen. Er habe, so äußerte der Kaiser bei derBesprechung dieses Punktes, bestimmt, daß hinter seiner „Ho-henzollern" zunächst der Dampfer des Lloyd fahren solle, dannder Dampfer der Hamburg-Amerika Linie . Nachdem der Kaiserdas geäußert hatte, erbat sich Ballin das Wort und bemerkte,daß es, da man auf Hamburger Gebiet abfahre, doch wohlangebracht sei, auch dem Hamburger Dampfer die Ehre desersten Platzes hinter der Kaiseryacht zu geben. Daraufhin er-klärte der Kaiser in nicht gerade sehr gnädigem Ton, daß dasnach seiner Ansicht nicht erforderlich sei, außerdem habe er demLloyd bereits sein Wort gegeben. Ballin erwiderte darauf,daß, wenn der Kaiser sein Wort gegeben habe, die Lache jadamit erledigt sei und er seinen Wunsch, wenn er ihn auch fürberechtigt halte, zurückstelle. Am Schluß dieser Sitzung nahmder auch anwesende Graf Waldersee Ballin beim Armmit den fteundlichen Worten: „Da Sie nun doch unter demBrandenburger Tor aufgehängt werden, so lasten Sie uns nochvorher bei Hiller frühstücken/ Diese Freundlichkeit hat Ballindem Grafen niemals vergessen und ihm und seiner Familiedauernde Freundschaft bewahrt. Das Arrangement, das danndie Hamburg-Amerika Linie für die Aufnahme ihrer Gäste traf,