279
wurde auf das sorgsamste vorbereitet und durchgeführt. Esist schwer, dem Unkundigen ein Bild davon zu geben, welch ge-waltige Kleinarbeit damit verbunden ist, eine große Zahl an-spruchsvoller Gäste auf einem Dampfer unterzubringen, sodaßmöglichst keiner über seine Aufnahme zu klagen hat, zumal,wenn, wie bei einer solchen Gesellschaft natürlich, auch nochzahlreiche, schwierige Rang- und Ltandesftagen zu berücksich-tigen sind. Es gehört außerdem eine peinlich-sorgsame Vor-sorge und Vorausberechnung dazu, damit vor allem die Fragen,die mit dem leiblichen Wohl, mit der Empfangnahme derGäste, der Überführung des Gepäcks usw. verbunden sind,richtig gelöst werden. Dank der intensiven Arbeit, die Ballinund seine Mitarbeiter auf diese Lache verwandten, funktio-nierte sie aber tadellos, und die leibliche Fürsorge war so gutvorgesehen, daß am Abend in Brunsbüttel, als die Hamburg-Amerika Linie ihre von den Feierlichkeiten zurückkehrendenGäste an Bord ihres Dampfers mit einem schön aufgebautenkalten Büffet empfing, der Ruf davon sich rasch verbreiteteund auch von den anderen Schiffen Gäste eilends herüberkamen,die bei der offiziellen Bewirtung nicht auf ihre Rechnung ge-kommen waren.
Der Verlauf der Lache trug jedenfalls dazu bei, den Rufder Gesellschaft als Gastgeberin zu begründen.
Das vorstehend beschriebene Ereignis wird immerhin denKaiser, der Widerspruch wohl unter vier Augen, aber nicht ingrößerem Kreise hören mochte, haben erkennen lassen, daß beider Hamburger Gesellschaft ein eigenwilliger, selbständigerGeist herrschte, der sich nicht widerspruchslos unterordnete und