seine Stellung zu wahren verstand. Jedenfalls hat er Ballinseine Opposition niemals nachgetragen, wozu vielleicht auchdie große Mühe beitrug, die die Leitung der Packetfahrtsich um das Gelingen der Feier an sich gab. Aber das Er-eignis wird ein Grund mit dafür gewesen sein, daß der Kaiservon nun an die Entwicklung der Hamburg-Amerika Linie be-sonders aufmerksam verfolgte. Lein lebhaftes Interesse fandenin erster Reihe die Lchiffsbauten, bei denen er sich schonsehr früh zu Gunsten der deutschen Werften einsetzte.
Das erste Eingreifen des Kaisers in die Zchiffbaupolitik derPacketfahrt zu Gunsten der deutschen Wersten datiert sogarschon aus der Zeit, da er noch Prinz war. Ballin hat darüberin einer Rede bei der Probefahrt des Dampfers „Meteor^mitgeteilt, daß, als die Verwaltung gerade in Verhandlungenmit englischen Schiffbauern über den Bau des ersten Schnell-dampfers sich befand, der preußische Gesandte sich habe mel-den lassen und der Verwaltung im Austrage des FürstenBismarck eröffnet habe, daß dieser auf dringenden Wunschdes Prinzen Wilhelm sie auffordern lasse, den Bau diesesgroßen Schiffes einer deutschen Werft anzuvertrauen.Denn es sei die Überzeugung des Prinzen, daß es für Deutsch-lands Zukunft unbedingt notwendig sei, daß es nicht längernur die Aschenbrödel-Arbeiten auf diesem Gebiete verrichte,und Prinz Wilhelm sei überzeugt daß unter den deutschen Ingenieuren Männer genug seien, die, wenn man sie nur inden Sattel setzen wollte, dasselbe leisten könnten wie ihreenglischen Berufsgenossen. Das Schiff, das alsdann von der'Packetfahrt dem Ltettiner Vulcan in Auftrag gegeben wurde»