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war der nach der jungen Kaiserin „Augusts Victoria" benannte,1888 vom Stapel gelaufene Schnelldampfer, der gleich aufseiner ersten Reise „das blaue Band des Gzeans" gewann.
Eine noch praktischere Anregung des Kaisers betraf den Baueines Exkursionsdampfers, zu dem sich die Gesellschaftentschloß, nachdem Exkursionsreisen, die mitdenLchnelldampfernin der Zeit der flauen Saison im transatlantischen Passagier-verkehr unternommen worden waren, gute Resultate ergebenhatten. Der Kaiser, der von dieser Absicht hörte, entwarf aufGrund der Erfahrungen, die er mit der „Hohenzollern " gemachthatte, sowohl eine Skizze, wie auch eine Denkschrift, die sichmit der Einrichtung des Dampfers beschäftigten und nach AnsichtBallins einige beachtenswerte Vorschläge enthielten, obwohlder Kaiser naturgemäß nicht über die Ziele und Zwecke, diedie Gesellschaft aus Gründen der Rentabiltät an seine Einrich-tung stellen mußte, unterichtet sein, und daher namentlich inletzterer Hinsicht nicht in allem richtig urteilen konnte.
Daß bei den eigenen großen Reiselust des Kaisers es dieExkursionsreisen waren, die ihn in besonderem Maßeinteressierten, kann nicht Wunder nehmen. Auch davon gaber einen Beweis bereits in den ersten Jahren seiner Regierung.2 n der bereits erwähnten Rede bei der Probefahrt des „Meteor"erwähnte Ballin darüber, indem er seine ersten Erfahrungenauf diesem Gebiete berichtete: „Es fehlte selbst in meiner aller-nächsten Umgebung nicht an Leuten, die glaubten, es sei inmeinem Gberstübchen nicht ganz richtig, als ich im Januar desJahres 1891 mit der „Augusta Victoria" an der Spitze von241 kühnen Reisenden die erste Vergnügungsreise nach dem