84
von fünf Jahren ist er in diesem Amte verblieben und hatdie ihm übrig gebliebene freie Zeit während dieses seinesAufenthalts zur Erforschung der Geschichte Siciliens undseiner Denkmäler benutzt. Im Frühjahre 1865 verliess erMessina , nachdem die Zeit, die er sich verbindlich gemachthatte, dort zu verbleiben, verstrichen war, und reiste nacheiner Periegese Siciliens und einem Abstecher nach Kar-thago langsam Italien entlang der Heimath zu, in der erim December 1865 ankam. Seit dem August 1866 ver-weilt er, durch ein Ministerialrescript hierher gewiesen, inRinteln als beauftragter Gymnasiallehrer. — Schriften,selbstständig gedruckte Arbeiten oder in Zeitschriften zer-streut, hat er verfasst: Ueber das Leben Heinrichs vonLangenstein, Marburg 1857. — Ueber den Verfasser derSchrift: De modis uniendi et reformandi ecclesiam. Nied -ners Zeitschrift für historische Theologie 1861. — Unter-suchungen über die ersten Anfänge des Gildewesens. For-schungen zur deutschen Geschichte, 1860. Heftl.—Ueberdie Entstehung und Fortbildung der Sage von der Wieder-kehr Kaiser Friedrichs des Staufers, Cassel 1860. — Cennitopografici intorno ad Imera. Bulletino Archeologico diRoma 1864. (Die Lage von Himera hier zuerst sicher be-stimmt.) — Vita del Conte Augusto Platen, Siracusa 1866.■— Die vorhistorischen Bauwerke in Sicilien. - Ein Send-schreiben an Herrn E. Desor. Beiblatt zur AllgemeinenZeitung 1866. Nr. 51—52. — Eine (bisher unbekannte) Con-stitution König Konrads IV. in den Forschungen zur deut-schen Geschichte, 1866. Heft IH. — Das vorliegende Pro-gramm als Pars I eines Codex juris municipalis Siciliae,Cassel bei Wigand. — Im Druck befindlich: Aus Sicilien.Cultur- und Geschichtsbilder aus Sicilien , Cassel 1867.
Auf Grund der im vorjährigen Programme enthaltenenmathematischen Abhandlung erhielt der Hülfslelirer Authim März vorigen Jahres von der philosophischen Facultätzu Marburg die Doctorwürde.
Eine jährliche Zulage von 50 Thalern wurde dem Ge-sanglehrer, Cantor Kapmeier, vom 1. April 1866 an,desgleichen eine jährliche Gehaltserhöhung von 100 Thalerndem Hülfslelirer Dr. Auth vom 1. September an, und demZeichenlehrer Storck im Monat November eine ausser-ordentliche Vergütung von 100 Thalern verliehen.
Die Bibliotheken und Sammlungen wurden aus den