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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
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I. Die russischen Finanzen vor dem Kriege.

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nanzen habe ich die Gestaltung der Verhältnisse der russischen Staatsschuld angeführt: ihre verhältnismäßig geringe Ver-mehrung gegenüber der Erhöhung des staatlichen Aktivvermögensund des aus dem letzteren fließenden Ertrags, sowie die im Verhält-nis zur Erhöhnug des Nominalbetrags der Schnld sehr geringfügigeSteigerung der für den jährlichen Anleihedienst erforderlichenSumme. Ich habe dabei kein Hehl aus den Schwierigkeiten ge-macht, die gerade in Rußland einer exakten Berechnung des Stcmts-vcrmögens und seiner Erträgnisse entgegenstehen. Eine in demBudgetbericht des russischen Finanzministers für 1902 enthaltene Be-rechnung des staatlichen Aktivvermögens habe ich unter dein aus-drücklichen Hinweis wiedergegeben, daß der Ansatz für den Wert derStaatseisenbahnen ein Faktorvon problematischem Wert" sei. Ichhabe ferner aus demselben Budgetbericht eine Zusammenstellung derReinerträguisse gewisser Teile des Staatsvermögens für die Jahre1892 und 1999 entnommen, die nach meiner Ansicht einen einwand-freieren Überblick gibt. Man hat in diesen Zahlen namentlich dieAngaben über den Neinertrag der Eisenbahnen bemängelt, teils unterHinweis auf die Berechnungeu anderer Schriftsteller, teils unter Hin-weis auf Erklärungen des früheren Finanzministers v. Witt e überdas Defizit der Eisenbahnen. Alle diese Einwendungen gehen vonder für eine Ertragsberechnnng nicht branchbaren Grundlage aus,daß sie die auf das Budgetordinarinm gebrachten Eisenbahnausgabensamt und sonders als Betriebsausgaben ansehen. So hatte Herrv. Witte in seinem gegen mich zitierte,: Bericht, den er Ende 1992dem Neichsrat vorlegte, nicht eine Ertragsberechnnng, sondern mirdie budgetmäßige Gestaltung der Eiseubahnfinanzen im Ange, wenner von steigenden Zuschüssen für die Eisenbahnen sprach; die Zu-schüsse im ordentlichen Etat der Eisenbahnen ergeben sich aber ein-fach daraus, daß infolge der Gesetze von 189-1 nnd 1999 eine Reihevon Ausgaben auf den ordentlichen Etat gebracht werden, die nichtsweniger als Betriebsausgaben sind, sondern ueue Kapitalinvestie-rungen darstellen. Dasselbe gilt auch von der vou Wittschewsk yaufgemachten und gegen mich zitierten Berechnung, die für die Jahre1892 bis 1901 im Budgetordinarium einen durchschnittlichen Zu-schuß für die Eisenbahnen in Höhe von 29,2 Millionen Rubel proJahr ergibt. Wittsch e w s k y selbst betont jedoch ausdrücklich den