II. Die japanischen Finanzen vc>r dein Ancgc. , ,
i-^i? > r^i? c-^-v? c-s^s r^-i? r^-is r!^>? , i^-i? l^-> > c^>> r^,»^ ^
der Staatsfinanzen und der Volkswirtschaft Japans die Schwierig-keiten, mit denen die Erhaltung einer soliden Fundiernng der neu-begründeten Goldwährung zu kämpfen hatte. So erklärt eS sichferner, daß die Japaner sich im Lanfe der letzten Jahre genötigtsahen, mit ihrer Zurückhaltung gegenüber dem sremden Kapitaleinigermaßen zn brechen. Nnr in der allerersten Zeit des neuenSystems und der intensiven Berührung mit der europäischen 5!nltnrhatte Japan Anleihen ans dem englischen Markte aufgenommen!später dagegen suchte man sich von dem ausländischen Kapital in demMaße nnahhängig zn halten, daß für Fremde der Erwerb von Aktienvon Eisenbahngesellschaften, Banken, industriellen Unternehmungenusw. verboten wurde. Die in den letzten Jahren des 19. Jahrhundertsaus den eben angedeuteten Gründe» hervorgegangene Geldknapp-heit, verbunden mit der Gefährdung der Goldwährung, hat nicht nurden japanischen Staat znr Aufnahme der Sterlinganleihe von 1899nnd der weiteren Anleihe von 1992 in London genötigt, sondern auchzu einer teilweifen Aufhebung des Verbots der Übertragung vonAktien japanischer Unternehmungen an Ausländer geführt.
Die Vergleichung dieser Entwicklung Japans in den letztenJahren vor dem Kriege mit derjenigen Rußlands ist außerordentlichinteressant. Während Rußland bis unmittelbar vor dem Kriegsaus-bruch ungestört an der fortschreitenden Konsolidierung seiner Finanz-verhältnisse arbeitete, während die russische Volkswirtschaft im große»Durchschnitt, die Zeiten der industriellen Kriseu und der Mißerntenmit eingerechnet, einen Ausfuhrüberschuß abwarf, der für die Be-gleichung seiner Zahlungsverpflichtungen an das Ausland mehr alsausreichend war, während es Rußland insbesondere gelungen ist, zurSicherung seiner Währung und als eventuelle Kriegsreserve einengewaltigen Goldbestand anzusammeln nnd zu erhalten, hat Japan für die Durchführung seines Rüstnng'sprogramms nnd für die Aus-stattung seiner Industrie seine finanziellen und wirtschaftlichen Kräftebereits seit Jahren ganz außerordentlich angespannt: es hat sich ge-nötigt gesehen, seine Verschuldung, nameutlich seine Verschuldung andas Ausland, beträchtlich zn steigern und die Grundlage seines Kre-dits, seine Währung, einer starken Belastungsprobe auszusetzen. Kurz:für Japan hat der Krieg in finanzieller Beziehung nicht erst ini Fe-bruar 1994, souderu schon einige Jahre früher begonnen.