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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
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zu erfolgen. Der Vertrag ivegen libernahnie von 150 MillionenRubel dieser Anleihe wurde mit deu großen russischen Banken wenigeTage nach dem Abbruch der Verhandlungen mit der französischen Finanzgrnppe abgeschlossen: die Banken verpflichteten sich zur festenÜbernahme von IM Millioneu Nnbel, ans 50 Millionen behielten siesich die Option vor. Die restlichen 50 Millionen Rubel wurden vonden Sparkassen übernommen. Die Banken haben jedoch die Optionfür 55 Millionen Rubel ausgeübt, so daß auf die Sparkassen nnr43 Millioueu Rubel kamen. Die öffentliche Subskription fand am19. März alten Stils statt. Der EmissionsknrS wurde auf 96 Pro-zent festgesetzt; der Übernahmekurs wurde auf 94 Prozent angegeben.Die russischen offiziösen Zeitungen taten ihr möglichstes, um der An-leihe eine günstige Aufnahme zu sichern. Mau wies auf die erfolg-reiche Unterbringung der inneren Anleihen in Japan hin nnd for-derte die russischen Kapitalisten auf, uicht mir ihren eigenen peku-niären Vorteil zu verfolgen, sondern durch massenhafte Zeichnungeine große patriotische Manifestation zu veranstalten. Die Zeichnnngs-resultate sind uicht bekannt geworden. Aus der Tatsache jedoch, daßdie Banken für einen größeren als den ursprünglich verabredetenBetrag die Option ausübten und daß sie sich späterhin bereit fanden,den Sparkassen einen erheblichen Teil des von diesen übernommenenAnleihebetrags abzunehmen, kann man schließen,daß diese Anleihesich fortgesetzt guter Nachfrage im Publikum erfreut". (FrankfurterZeitung " vom 8. Juli 1905.)

Für die Inhaber der Titres bringt die neue Anleihe nnterVoraussetzung der Parirückzahlung im Jahre 1917 bei deinEmissionskurs vou 96 Prozent eine effektive Verziusuug von5,5 Prozent, während sie den Fiskus bei dem Übernahmekursvon 94 Prozent mit einer effektiven Verzinsung von 5,85 Pro-zent belastet. Bei einem Vergleich mit der höheren Ren-tabilität der im Januar iu Deutschlaud begebenen Anleihe muß maufür die letztere diejeuige Verziusuug zugrunde legen, die sich bei einerParirückzahlung am 1. Juli 1917 ergibt (siehe oben S. 109). Tereffektive Zinsertrag für die Obligationeninhaber erscheint demnachbei der inneren russischen Anleihe nin 0,3 Prozent größer als bei derim Januar iu Teutschland emittierten, während die effektive Zins-belastnng des Staates nahezu die gleiche ist.

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