Druckschrift 
Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
Entstehung
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

I^g Zweiter U.eil. Die finanziellen Kriegsmasstiahmen.

r^»> c^»? c^i> r^»? c^»? c?^? r^i? r^->? r^» ^ c^>? r^s.^ r^-»? r^Ä> ^-»?

leihen weitaus de» breiteste» Raum unter den Mitteln der Geldbe-schaffung ein.

In der Notverordnung voin 28. Dezember 1903 und im Kriegs-bndget für lülll l>7. waren öffentliche Anleihen im Betrage von38V Millionen Jen nnd sonstige kurzfristige Darlehen im Betragevon 31 Millionen Jen vorgesehen. Letztere sind bei der Bank vonJapan aufgenommen worden und kommen hier noch nicht in Be-tracht.

Über die fiir das erste .^riegsjahr insgesamt im Betrage von38<l Millionen Ajen bewilligten öffentlichen Anleihen wurde in fol-gender Weise verfügt:

Tic erste innere Anleihe.

Die japanische Finanzverwaltnng machte von der ihr durch dasDekret vom 28. Dezember 1W3 erteilten Ermächtigung Gebranch, in-dem sie unmittelbar nach dem Kriegsausbruch mit der Ausgabe voniiprozentigen Schatzanweisnngen von fünfjähriger Laufzeit im Be-trage von IM Millionen Jeu au den inländischen Markt herantrat.Der Begebnngsknrs wnrde auf W festgesetzt. Auf diese Anleihe sindnicht weniger als 452 Millionen Jen gezeichnet worden. Es wirdberichtet, der erste Zeichner sei der Mikado selbst für einen Betrag von2ll Millionen Jen gewesen, und au deu Zeichuungen hätten sich selbstTiener uud Arbeiter beteiligt.

Tie erste Ausländsanleihe.

Auf diese innere Anleihe ließ Japan im Mai eine auswärtigeAuleihe folgen. Die Beschaffung von Mitteln im Ausland war inJapan aus ähnlichen Gründen geboten, wie sie Rußland nm diegleiche Zeit znr Aufnahme einer Ausländsanleihe veranlaßt hatten.Zu der Rücksicht auf deu iuuereu Markt kam die Tatsache, daß derKrieg dem japanischen Staate gewaltige Zahlungen an Europa undAmerika für die Lieferung von Schiffen und Kriegsmaterial aufer-legte. Ein starker Abfluß von Gold aus Japan , von dem iu ande-rem Zusammenhang noch zn reden sein wird, hatte sich schon vorBeginn des Krieges bedrohlich fühlbar gemacht, und die Aufnahmeeiner ausländischen Anleihe erschien als das einzige Mittel, durchwelches diesem Goldabfluß Einhalt getan werden konnte. Verhand-lungen, die mit englischen nnd amerikanischen Bankhäusern eiuge-