166 Zweiter Teil. Die finanziellen Rricgsmaßnahmen,
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ändernngen. des Staatsguthabens bei der Bank aus, auf welchemKonto bei der russischen Neichsbank die Inanspruchnahme der Bankdurch den Staat in Erscheinung tritt, sondern auf dein Konto „Dar-lehen der Baut an den Staat".
Der Stand der öffentlichen Guthaben bei der Bank betrug imDurchschnitt des Jahres 1S03 19,9 Millionen Yen; der erste Aus-weis des Jahres 1904 (9. Jannar ) bezifferte ihren Bestand auf15,5 Millioneu Aen: die folgenden Wochen brachten bis zum Kriegs-ansbruch eine geringfügige Steigerung, dann aber eine Abnahme bisauf 9,6 Millionen Z)en am 16. April. Von Anfang Mai trat einestarke Erhöhung ein, bis am 11. Jnni der höchste Stand mit 34,3 Mil-lionen Jen erreicht wurde; am 13. Augnst war der Stand der öffent-lichen Guthaben wieder bis auf 19 Millionen Jen herabgegangen.Das Ansteigen der Knrve vom Mai an steht jedenfalls in Beziehungzu der Londoner Anleihe. Die folgenden Monate brachten eineSteigerung bis auf 55,9 Millioneil Aen am 7. Januar 1905. Wäh-rend des laufenden Jahres ist das Guthaben zunächst wieder ge-sunken bis auf 26,5 Millionen Jen am 25. März, darauf aber all-mählich in die Höhe gegangen bis auf etwa 90 Millionen Jen EndeMai und Ai?fang Jnni. Mit einem Schlage ist es dann auf228,5 Millionen Aen am 10. Jnni gesprungen nnd hat sich in derFolgezeit ungefähr ans dieser Höhe gehalten. Die Erklärung fürdiesen Sprung findet sich unter dein Konto der Lombardanlage, diennvermittelt von 89,6 Millionen Yen am 3. Juli 1905 auf 235,4 Mil-lionen Jen am 10. Juui in die Höhe gegangen ist, also genau den-selben Sprung gemacht hat, wie das Staatsguthabeu. Die japanischeRegierung hat also offenbar einen erheblichen Teil des Erlöses ihrerAprilanleihe in kurzfristigen Wertpapieren angelegt und diese beider Bank lombardiert, wobei man Wohl annehmen darf, daß dieUnterpfänder im Auslände geblieben sind.
Was das Darlehen der Bank an den Staat anlangt, so wardessen Vergrößerung in dem Dekret vom 28. Dezember, das im Märzdnrch das Parlament bestätigt wurde, mit in Rechnung gezogen. Die31 Millionen, die dnrch „sonstige schwebende Schulden" beschafft wer-den sollten, waren von Anfang an auf die Bank gemünzt. In Wirk-lichkeit ist die Summe, die der Staat als Darlehen von der Bank ent-nommen hat, zeitweise beträchtlich größer gewesen. Der durchschnitt-