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in jeder Beziehung durchschlagend sein. Aber alles in allein ist in derTat in den bisher vorliegenden Daten über die Wirtschastsverhält-nisse Japans im verflossenen Jahre von einer Störung durch denKrieg nnr wenig zu merken. Daß dem so ist, hat seinen Grundhauptsächlich darin, daß der Krieg von Anfang an außerhalb desLandes auf fremdem Territorium geführt wurde, daß feruer Japausich sehr bald im Besitz der vollkommenen Herrschaft zur See befaud,und daß schließlich Japan im Jahre 19l)4 eine ungewöhnlich guteErnte zu verzeichnen hatte.
Der erste Punkt bedarf tanm einer Erläuterung. Es liegt aufder Hand, von welcher Bedeutung es ist, daß Japau vor jeder un-mittelbar verheerenden und zerstörenden Einwirkung des Krieges be-wahrt blieb und nur unter der Entziehung vou Arbeitskräften znleiden hatte, für die bei den wirtschaftlichen und sozialen Verhält-nissen des Landes ein ausreichender Ersatz nicht allznschwer war.
Der zweite Punkt ist bei der Bedeutung des Außenhandels fürdas Jnselreich gleichfalls von der größten Wichtigkeit. Zn Anfangdes Krieges schien es, als ob durch die trotz des glücklichen Vorstoßesgegen die Port Arthur-Flotte herrschende Unsicherheit des Seeverkehrsder japanischen Volkswirtschaft dieser Lebensnerv starr unterbundenwerden könnte. Abgesehen von der Kapergefahr mußten die infolgedes Risikos beträchtlich erhöhten Frachten und Versicherungsprämienden japanischen Außenhandel stark behindern; dazu kam infolge derInanspruchnahme eines großen Teiles der japanischen Handelsflotteeine Knappheit an Schiffen. Die Sicherung der Seeherrschaft hatdiese Schwierigkeiten beseitigt, indem sie Frachten nnd Versicherungs-sätze auf ein erträgliches Niveau brachte und die Charterung fremderFahrzeuge in großem Umfange ermöglichte.
Die günstige Ernte schließlich mußte bei dem starken Vorwiegender landwirtschaftlichen Bevölkerung eiue besondere Erleichterungdarstellen. Der Ertrag der Reisernte, der sich in? Vorjahre auf46,5 Millionen Kokn gestellt hatte, erreichte im Jahre 1904 den bis-her höchsten Stand mit 51,5 Millionen Kokn. Der Ertrag anWeizen, Roggen und Gerste, der im Jahre 1903 mit nur 13,5 Millio-nen Kokn ungewöhnlich niedrig gewesen war, stieg auf 19,6 MillionenKokn. Hinsichtlich der meisten übrigen Produkte, auch der berg-männischen und industriellen, liegen leider Prodnttionsnachweise für