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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
Entstehung
Seite
218
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Dritter u.cil. Die sinanzietten und wirtschaftlichen Rückwirkungen des Arieges.

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verstärkt tvorden sein. Mali will wissen, daß diese es sehr gut ver-stehe, auf den westeuropäischen Geldmärkten das Wetter zu macheuund im gegebenen Augenblick durch eine Konzentration ihrer Aus-laudsguthabou uud durch das Ausleihe» von Geld aus deren Be-ständen den Markt für die Aufnahme einer Anleihe günstig zu be-einflussen.

Aber alle diese Verhältnisse hätten nur eiue vorübergehendeFlüssigkeit des Geldmarktes bewirken können, wenn durch die Finanz-operationen der beiden kriegführenden Mächte den europäischen Geld-märkten die gewaltigen Snmmen tatsächlich entzogen worden wären,auf welche die Kriegsauleihen lauteten. Ja die bloße Aussicht aufdiese naheliegende Eveutualitüt hätte genügen müssen, um einenleichte» Geldstand auf deu durch die Kriegsauleihen berührtenMärkten überhaupt nicht aufkommeu zu lassen. Die beiden krieg-führenden Mächte, die für eiue erfolgreiche Durchführung ihrerKreditgeschäfte das allergrößte Interesse an der Erhaltung einesleichten Gelostaudes auf den für sie in Betracht kommenden Märktenhatten, beeilten sich jedoch, sofort bei der Ankündigung ihrer Anleihenzu erkläre«, daß sie uicht daran dächten, die durch die projektiertenFinanzoperationen beschafften Mittel den Geldmärkten zn entziehen.Sie konnten solche Erklärungen abgeben und - was mehr ist sieals glaubwürdig erscheinen lassen, da sie ihre Auslandsanleihen inder Hauptsache zu deu? Zwecke aufgenommen hatten, sich Mittel fürdie von ihnen im Laufe des Krieges im Auslande zu bestreitendenZahlungen zu sichern, während sie für ihre im Jnlande und auf demKriegsschauplatze zu leistendeu Ausgabe» sich die Mittel durch Ent-nahme ans ihren bereiten Beständet: und durch die Begebung voniuuereu Anleihen, teilweise auch durch das Zurückgreifen auf dasNotenrecht ihrer Zentralbanken beschafften. In der Tat hat wäh-rend des Krieges eine Verschiffung von Gold in irgend erheblichemUmfang weder uach Rußland noch nach Japan stattgefunden; Japan bat im Gegenteil während der ersten Kriegsmonate zur Begleichungseiner außerordentlichen im Ausland zn leistenden Zahlungen, fürdie es nicht, wie Rußland , größere Auslandsguthaben zur Verfügungbatte, beträchtliche Snmmen von Gold abgeben müssen, das zunächstin der Hauptsache nach den Vereinigten Staaten von Amerika undvon dort teilweise auf dem oben (S. 169/170) geschilderten Wege nach