Dritter u.cil. Die finanziellen und wirtschaftlichen Rückwirkungen des Krieges,
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insbesondere die russische Geldbeschaffung ans dem internationalenMarkte Ivährend des Krieges geleitet worden ist, zu den interessante-sten und lehrreichsten Vorgängen der modernen Finanzgeschichte.
Z. Die EiuwirKungrn des Krieges auf den europäischen
Kapitalmarkt.
Weit stärkeren und nach außen hiu mehr in Erscheinung treten-den Einwirknngeu als der Geldmarkt, der Markt für kurzfristigenKredit, mar der europäische Kapitalmarkt, der Markt für Anlage-inerte wenigstens in der ersten Zeit nach dem Kriegsansbrucheausgesetzt. Der Krieg war geeignet, bei den Inhabern einer ganzenReihe von Aulngepapiereu die Befürchtung schwerer Kapitalverlustezn erwecken. Ties galt nicht nur von den Besitzern russischer Staats-papiere und russischer Jndustriepapiere! der Krieg erweckte vielmehrweitergehende politische Befürchtungen, er ließ die Gefahr aller mög-lichen Komplikationen auftauchen nnd stellte damit in den Augendes aus seiner Ruhe aufgeschreckten Publikums so ziemlich alle Wertein Frage. Au sich schon ist die Furcht vor Kapitalverlusten an Au-lagewerten geeignet, die gefürchteten Verluste tatsächlich herbeizu-führen: sie veranlaßt die geängstigten Inhaber, die lieber einen er-heblichen, wenn auch desinitiven Verlust erleiden, als der Möglichkeit»ngemessener Verluste gegenüberstehen wollen, ihre Papiere um jedenPreis auf deu Markt zu werfen.
In dem uns beschäftigenden Fall ist die Gefahr eines solchen«'ireulnk vitiouu« für die kontinentalen Börsen dadurch erheblich ge-steigert worden, daß sür diese — im Gegensatz zu London , wo manbesser unterrichtet und vorbereitet war — der Kriegsausbruch gänz-lich überraschend kam. Die Nachricht von dem Abbruch der diplo-matischen Beziehungen und von dem Angriff des japanischen Ge-schwaders ans dir russische Flotte vor Port Arthur hatte auf deu Börsen in Berlin, Wien nnd Paris eine vollendete Kopflosigkeit zurFolge. Das Kursniveau nahezu sämllichcr Anlagewerte erlitt imersten Ansturm am 8. und 9. Februar eine schwere Einbuße. Be-sonders gering erwies sich gegenüber dem ersten Anprall die Wider-standsfähigkeit der deutschet? Börsen, obwohl diese beim Kriegsaus-bruch sich zweifellos iu einer gesuudereu Verfassung befunden hattenals der Pariser Markk, der mit spetnlativen Engagements, nament-