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auch schon damals aufs Ganze gegangen, nur nach der entgegen-gesetzten Richtung."
„Das blutige Ringen des deutschen Volkes in Verbindung mitden Anstrengungen Oesterreichs — so ließ er sich damals vernehmen^ erheischt die dringende Pflicht, die Folgen des Sieges so auszu-nutzen, daß Deutschlands militärische Ober-hoheit auf dem K o ntinent für alle Zeiten gesichert ist."
Als zweites Ziel bezeichnete er die „Beseitigung derfür Deutschland unerträglichen BevormundnngEnglands in allen Fragen der Welbpolitik",als dr-ittes Ziel „Z e r s plitterung des russischen Ko-ks s s e s". Rußland müsse sowohl von der Ostsee wie vom Schwar-zen Meere abgeschnitten werden! .
Erreicht müsse serner werden, und zwar „unter allen Umstän-den", daß Deutschland über Belgien die militärischeOberhoheit erhalte, außerdem die militärische Oberbeiheit überden ganzen französischen K ü st e n g ü r t e l Dünkir -ch« n—C alai s—B o u l o g n e. Für notwendig erklärte er fer-ner „den d'e u t s ch e n B e s i tz der cngliscben norman-nischen Inseln, die E b e r b. o u r g vorgelagerts i n d". Außerdem verlangte cr das E i s c n e r z g e b i e t vonLongwy und Briey sowie die Festung B c l f o r t.
In Afrika verlangt er ein großes deutsches Kolonialröich vonDar-es-salam über Duala bis Senezambien muer Eingliederung desbelgischen und französischen Kongo, von Britisch Nigeria, FranzösischDahomey und Französisch Westasrika.
Nur nebenbei erwähnen will ich, daß cr Aegpvtcn gnädigstan Oesterreich verschenkte!
Ich weiß nicht, ob jemals einer der später von Herrn Erzbor-ger so heftig befehdeten „Alldeutschen" und „Annexionisten" ein anchnur annähernd so ausschweifendes Annexionsprogramm aufge-stellt hat.
Aber nicht nur gewaltig annektieren wollte damals dieser edleHerr, er war auch sonst sehr forsch. Im roten „Tag" vom 5. Fe-bruar 1915 hat er einen Artikel veröffentlicht, überschrieben: „Nurkeine S entim en t a l kt ät!" — einen sehr lesenswerten Ar-tikel, der dem Gedächtnis der Nachwelt überliefert zu werden ver-dient. Dort heißt es:
„Wenn man in der Lage ist, durch ein Mittel ganz London zu vernichten, so ist das humaner, als wenn man noch einen ein-zigen deutschen Volksgenossen auf dem Kampffelde bluten läßt."
„Es ist komisch und erheiternd (sie!), wie England sich entrüstet,wenn unbefestigte Städte und Dörfer auf dem Jnselreiche mit Bom-ben ans unseren Luftfahrzeugen beworfen werden."