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Punkte vollständig ihr Ideal durch, Sie ließ das Längenmaßbasirt sein auf das allgemeinste und unverlierbarste Grundmaß,das überhaupt denkbar ist, so lange die Erde bestehen wird,nämlich auf den so und sovielsten Theil des Erdumkreises: dasMeter ist der zehnmilliouste Theil des Viertels eines Erdmeri-dians. Der zehnte Theil dieses Meters ist das Decimeter, derhundertste Theil das Centimeter, und auf diese wurde das Hohl-maß basirt; es wurde festgesetzt, daß ein Kubikdecimeter ein Liter,ein Kubikceutimeter Wasser bei 4° Wärme ein Gramm sein solle,Bestimmungen, die auch in unsere neuere deutsche Gesetzgebungübergegangen sind und mit dem 1. Januar in Kraft treten. Eswurde serner festgesetzt, daß ein Gramm Silber der sogenannteFrank sein sollte, der sich nur sehr wenig von dem livi-s tovF-nois der alten Münze unterschied; das livrs toui-rmis war um^ geringen. Das Verhältniß des Silbers zum Golde von15^:1 machte aber, daß die Goldmünzen nicht ebenfalls in dasstrenge metrische System eingepaßt werden konnten. Diese fran-zösischen Münzen wurden uns ja auch von vielen Seiten jetztbei der Neuregelung des deutschen Münzwesens empfohlen, unddie Empfehlung verdiente auch, ernstlich in Erwägung gezogenzu werden, wenn wir schon schließlich mehr als genügende Gründehatten, ihr diesmal nicht Gehör zu schenken.
Der europäische Kontinent lebte in Bezug auf die Münzenso ziemlich auf dem Fuße der Gleichheit zwischen Gold und Sil-ber, wie er durch die französische Münzreorganisation eingeführtworden war, bis zum Jahre 1849/50. England hatte schon imvorigen Jahrhundert die Goldmünzen als gesetzliche Zahlung,Frankreich aber Gold- und Silbermünzen neben einander; diemeisten Staaten des Kontinents hatten neben dem Silber Gold,aber die Werthverhältnisse der beiden Metalle blieben so gleich-es?)