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hafteres und bequemeres Umlaufsmittel sei als das Silber. Mo-mentan traten dann wieder Umstände ein, welche geeignet waren,dem Hrn. Michael Chevalier und seinen Gesinnungsgenosseneinigermaßen Recht zu geben. Durch politische Ereignisse ver-bunden mit Naturerscheinungen der verschiedensten Art, abermalszeigend, wie oft Phänomene verwandter Gattnng zusammentreffen,entstanden abnorme Bedürfnisse nach Silbergeld. Das erstePhänomen bestand in dem Ausbruch des Krieges zwischen dennördlichen und südlichen Staaten der amerikanischen Republik.Wir wissen, daß ganz Europa, namentlich England , den größtenTheil vielleicht seiner Arbeiter mit der Verarbeitung der Baum-wolle ernährt, daß diese Baumwolle beinah ausschließlich ausSüdamerika kam. Der Krieg und die damit verbundene Blo-kade bewirkten, daß die Zufuhr von Baumwolle plötzlich aufhörte,und daß die Industrie von Nord- und Westfrankreich, in einemTheile von Deutschland, in England und den übrigen LändernEuropas , welche sich auf Baumwollenverarbeitung eingerichtethatten, in der Millionen von Kapital steckten und Hundert-tauseude von Arbeitern beschäftigt waren, plötzlich dem Unterganggeweiht schien. Man mußte sich nach anderen Bezugsquellenumsehen, und fand diese zum kleinen Theile in Nordasrika, na-mentlich in Aegypten , besonders aber in Ostindien. Dort hattendie Engländer, im Borgefühl jener amerikanischen Katastrophe,seit Jahren gesucht, sich vou der amerikanischen Baumwollen -Produktion zu emancipiren (es war ihnen jedoch beiläufig nichtgelungen, diejenige Art zu ziehen, welche für die feineren Zweigeder Fabrikation nöthig ist, die sogenannte lonZ stalle). Danun kein Rohmaterial von Amerika zu beziehen war, mau aberohne Baumwolle nicht auskommen konnte, so wandte man sich
volsus volsQs nach Indien. Hier trat nun die eigenthümliche
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