die sogenannten Doppelthaler gleich 3^ Gulden vereinbart, dieuns Allen ja bekannt sind, in denen ein gewisses gemeinsames Maßlag; statt der alten Mark, auf die 14 Thaler gingen, wurde einmodernes Maß festgesetzt, das Pfund, aus dem einzelne 30 Sil-berthaler geprägt werden sollten; ferner wurde den Staaten dieVerpflichtung auferlegt, schlechte Mnnzgattungen einzuziehen und„die aus ihren Münzstätten hervorgegangenen Münzen, wennsie durch den Umlauf allmählich unter das zulässige Passirgewichtherabgesunken sind, — sofern sie nur keine Spuren absichtlicheroder gewaltsamer Beschädigung an sich tragen — zum vollenNennwerth einzulösen und auf diese Weise den gesetzlichen Münz-fuß, soweit menschenmöglich, unverändert aufrecht zu erhalten".Bis zu einem gewissen Grade wurden so Verbesserungen undauch eine gegenseitige Ueberwachung eingeführt. Seitdem hateigentlich die offizielle Politik die Sache nicht weiter in dieHand genommen, bis der norddeutsche Reichstag sich in Verfolgder Maß- und Gewichtsordnung damit befaßte. Der Bundes-rat!) des norddeutschen Bundes hatte dann die einheitliche Rege-lung der Münzverhältnisse nicht nur für Norddeutschland, sondernfür Gesammtdeutschland in Aussicht genommen, und zur Vor-bereitung dieser Gesetzgebung durch Beschluß vom 3. Juni 1869für den Herbst 1870 eine umfassende Enquste über die Münz-frage angeordnet. Der Krieg verhinderte die Ausführung diesesBeschlusses. Während die Sache offiziell ruhte, ruhte um soweniger der volkswirthschaftliche Geist, der mächtig rege gewordenist in Nord- und Süddeutschland. Alle volkswirtschaftlichenKongresse nahmen in eingehender und lebhafter Diskussion dieSache in die Hand und verlangten für ganz Deutschland dieUnifikation und rationelle Einrichtung des Münzwesens. Damalsbeschäftigte mau sich noch nicht mit der Frage, ob Gold- oder
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