stH -btese gewaltige Gu-nrme" erworben Hat. Ich will hier keinen öSenZahlenmechanismus treiben «Nd die Reinlichkeit nicht von Her Höhe»er Beteiligung abhängig machen, aber die Zahlen sind doch sehr cha-rakteristisch.
Niemand ist biKher auf den GeSanken gekommen, daß .HerrErzberger eine Art „Erfinöertick" hat. Da ist Sie Erfindung des An--hydat-LeSers durch Professor Spaltholz, die Pnigodin-Gesellschaft mitdem Keuchhustenmittel, das Kowastsch-Verfahren, weiter Trippe mit seinerMineralseife und seinen Schmierölen, van Her Kolk mit feiner künst-lichen Seife, Richter mit sc-wen Erfindungen für Sie Eisenbahnen. Alles«as wir hier — mit Ausnahme von Borger «nd Thyssen — verhandelthaben, betrifft Erfindungen. Jeder Mensch hat irgend eine besondereVorliebe öder, wie man sagt, seinen Sparren. Herr Erzberger hatte«den Erfinder-Sparren. Alles GelS, Sas er für geschäftliche Betätignngausgibt, geht an Erfindungen und Erfinder, Das erscheint sehr wesent-lich. Alle Erfinder sind Optimisten und das bildet ja auch einen wesent-lichen Teil feines Charakters. Rasches Zugreifen, frei von kleinlichenBedenken sind Teile des Optimismus und.dieser Wesenszug kehrt sogarbei der Hapag -Operation wieder. Gerade Her Optimismus ist ein Hauvt-charakterzug Erzbergers und spielt ja auch bei Richter und vielen anderenFällen Sie entscheiidcnde Rolle. Dieser Mann, der in seiner Arbeit niegenng tun konnte, der nie rastete, war von Hause aus vielleicht etwasungefüge nnd ungehobelt, kam aus einem Milieu,, wo Sie Ungleichheitenirn-d Ecken des Menschen nicht abgeschliffen waren!. GaM anders ist Si«sbei Helfferich, der feiner Abstammung wie feiner beruflichen Stellung nachgewissermaßen durch eine Mnsterschnle für Biegsamkeit und Schmiegsam-keit hindurchgegangen war und ewv ganz andere Beherrschung zeigenkonnte. Herr Erzverger hatte dadurch, daß er schon in jungen Jahrengroße Arbeitskraft entfaltete, und sich, wo anSere,/Vorsichtige" sich drücken,immer in die Bresche gestellt hatte, großen Einfluß erlangt. Das wirktnicht erzieherisch und macht vieles in der „Schrankenlosigkeit" des HerrnErzberger erklärlich. Aber solchen Mann jetzt in Sen Schlamm zu ziehen,oder ihn für Sie Fehler seines Werdeganges in «nverSienter WeiseSüßen zu lassen, das ist nicht angängig. So weit Sarf Sas Urteil desGerichts nicht gehen. Korrupt ist dieser Mann nicht gewesen«. Ichglaube uilterfcheiSen zu können, ob er korrupt gewesen ist oder ob er nurgegenüber manchen Wünschen nicht immer kritisch genug gewesen ist und-den Mut der Zivilcourage zuweilen allznhcftig heransgekchrt Hat.
Strafrichter oder Historiker.
Schließlich will ich noch auf eine angebliche UnwaHrhaftigkeit miteinigen Worten eingehen.
Ernest Renan spricht in feinem Werk über Paulus von Sen an sichguten Naturen, Senen keine Prinziptenfrage foviel wert ist wie Sas,andere zufriedenzustellen und nimmt Safür Petrus als Beispiel dafür,daß ex zuweilen den Fehler dieser guten Naturen gehabt habe, sich KUverstellen. Treitschke sagt, Satz ein Staatsmann nicht das Recht habe,sich an bem Selbstlob Sie Hände zu wärmen: ich habe nie gelogen.Das fei die Tugend Ses Mönches. In gewissen Fällen kann sich einStaatsmann, wie ich gegeniiber dem Ersten Herrn Staatsanwalt betonenmöchte, nicht „kinSerrein" halten. In diesem Zusammenhang möchteich auf KW Rede hinweisen, Sie Dr. Stresemann nach Sem „Vorstoß"
S2