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ner erst die wahre Beschämung. Da hiess es: Fiakers kommen in diesen Hof nicht hinein! halte der Herrhübsch still und steige aus! Und so musste ich armerSchwartenhals mein Kutschlein verlassen und unterströmendem Regen quer durch den grossen Schlosshofohne Regenschirm (weil ich das Instrument nie besassund ein noch thörichteres Vorurtheil gegen es besitzeals gegen das Königthum) hinüber, dieweilen die stol-zen Equipagen mir hohnlachend an der Nase vorbeibis zum Eingangszelt fuhren. Es geschieht dir schonganz recht, sagte ich mir, dass du an dein Plebejer-thum hier gemahnt wirst, es geschieht aber auch demKönig recht, wenn ich mit nassen Kleidern zu seinemFeste komme, warum schafft er diesen Unterschiednicht ah? Seitdem das allgemeine Stimmrecht einge-führt ist, sollte zwischen einem Droschkengaul undeinem englischen Vollblut nicht mehr gesetzlicher Unter-schied bestehen, als zwischen einem Standesherrn undeinem Sackträger. Darin ist es doch in Paris , woallerdings manch Andres um so schlechter ist, besser,denn in die Tuilerien fährt der lumpige Fiaker ebenso frech hinein als die stolzeste Carösse. Freilich istauch mal Einer in einem Fiaker aus den Tuilerienhinausgefahren und zwar der König Ludwig Philippim Jahre 1848, das haben wohl die Schildwachen nochin heilsamen Angedenken. Ich will Ihnen nun das