Druckschrift 
Vertrauliche Briefe aus dem Zollparlament : <1868 - 1869 - 1870> / Ludwig Bamberger
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

29

die widerstrebenden Zwischenfälle in seine Sphäre hin-einzwingt, ja die schädlichen selbst nöthigt, sich innützliche zu verwandeln. Dergleichen ist die wahreBürgschaft künftigen Gelingens. Das sind so etwadie Gedanken, mit denen wir, und zweifelsohne auchSie, m. H.!, in diesen Tagen auf die Schwierigkeitendes Anfangs zurückschauten. Um so besser für den,welcher, wie Ihr ergebener Diener, niemals den Muthhatte sinken lassen.

Zwar weiss ich, dass auf alle diese Betrachtungeneine Antwort bereit ist, welche mit einem blossen ver-ächtlichen Achselzucken das ganze Gebäude unsererletzten Eindrücke in Staub aufzulösen sich anheischigmacht. Was ist denn geschehen? wird man unssagenFestlichkeiten? Worte? Toaste? Thronreden?Händedrücke? Ist das nicht das bekannte Bühnen-material aus der alten Rumpelkammer deutscher Schat-tenspielerei? Ganz wohl, Ihr Herren. Aber zweierleibitten wir geneigtest zu bedenken.

Zunächst, wenn denn Alles so eitel ist, was blosals Wort und Wunsch von Mund zu Munde geht, wa-rum denn, werthe Herren und Gegner, habt Ihr' somächtig tirumphirt, und mit Euch im unzertrennlichenBunde alle ausländischen Neider, damals als unser be-scheidenes Adressprojekt zu Boden fiel? Wenn Ihr Euchwohl bewusst wart, warum es galt, so lustig zu applau-