31
zu lassen, was ihre Schöpfer ihr eingegeben hatten.Grade weil es die Absicht des Zollparlaments nicht ist,auf immer ein blosses Parlament für Zölle zu bleiben,darum eben wirkt diese Absicht, wo sie zu Tage kommt,so verstimmend auf alle unsere Gegner. Darum singenuns Ehren-Sepp und Ehren-Varnbühler stets so rührenddas Liedlein ihrer Treue vor, ihrer goldenen Treue zuden eingegangenen Verträgen, welche den Sinn hat,sich möglichst hölzern an den starren Buchstaben zuhalten und den tieferen Geist der Sache zu verläug-nen. Diese Treue sieht einem Verrath so ähnlich wieein Kukuksei dem andern. Die erste und wesenstlicksteBedeutung des Zollparlaments ist sinnbildlicher Natur.Es ist ein Symbol und Werkzeug, ja man könnte sagen:ein Sakrament unserer Zukunft, denn so heisst ja inder Kirche ein sichtbares Unterpfand unsichtbarenHeils. Weil aber in dem Walten dieser neuen undsonderbaren Institution das Symbolische einen so be-deutenden Platz einnimmt, eben darum sind deren Ver-kleinere!' so versessen darauf, sie zu einer möglichstnüchternen, langweiligen — aber nützlichen, sagen sie,— Zähl- und Bechenmaschine zu machen; darum sinddiese Leute so ungehalten, wenn das treulose Dingsich mit Allotriis abgiebt. Noch klingt es mir lebhaftin den Ohren, wie dazumal, als ich die erste Lust ver-rieth, mich um Ihre Stimmen zu bewerben, mancher