allem guten Willen von der einen und der anderenSeite konnten sich Regierung und Parlament nicht ent-schlossen, muthig in das Gebiet der lebendigen Finanz-Resultate, in das Dicke der Ziffern hineinzugreifen.Man wagte sich nicht über die Schwelle der Principienhinaus, die Consequenzen der Entscheidung thatsächlichauf ein Minimum beschränkend. Im Princip nahm dasParlament die Tabakssteuer an, im Princip wies es diePetroleumsteuer von sich, im Princip zogen die Zoll-bundesräthe die Tariferleichterung zurück. Weil keineSeite der andern einen finanziellen Vorsprung einräumenwollte, begnügte man sich mit rein theorischen Aus-sprüchen von unbedeutender Wirkung aufs Leben; somusste man der alten deutschen Unsitte treu bleiben,die Diskussion als die Hauptsache und die Anwendungaufs Leben als die Nebensache zu betreiben.
Das geht nun zur Noth freilich ein erstes Mal.Aber auf die Länge wird es unerträglich. Und dennochkann man, so lange das verfassungsmässige Grundübelnicht gehoben wird, auch den Regierungen nicht zu-muthen, das Schicksal ihres Budgets in die Hände einerVolksvertretung zu geben, welche für die Ausgleichungvon Soll und Haben nicht den geringsten Beruf, folglichnicht die geringste Verantwortlichkeit hat; welche nachrechts und links Erleichterungen beschliessen könnteund von dannen geht, wie ein Reisender, der sich im