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Wirthshaus gütlich thut und vor berichtigter Zeche ver-schwindet, Natürlich kann sich aber die Volksver-tretung ihrerseits noch viel weniger auf die Diskretionder Regierungen verlassen, indem sie ihnen Bezugs-quellen für Ueberschüsse eröffnet, ohne sich der Unent-behrlichkeit derselben zu vergewissern. Die Thronrede,welche der König von Preussen am Schluss der Sessionhielt, hat die Sache ganz richtig von oben herab beur-theilt; sie beging nur das Unrecht, sie nicht auch ein-mal von unten hinauf anzusehen. Sonst wäre er un-vermeidlich zu dem Schluss gekommen, zu sagen: „Eswar mir sehr lieb, Sie bei mir zu sehen, obwohl wirwenig miteinander ausgerichtet haben, das ist abernicht Ihre Schuld, sondern die unserer unnatürlichenVerfassung, an der wir freilich wieder Alle die Schuldtragen, insofern wir von oben wie von unten ein un-begreifliches Widerstreben empfinden, mit unsrem altenpolitischen Plunder auf Einmal aufzuräumen.“
Nachgerade bedarf es aber nicht einmal solchenEinblicks in den inneren Zusammenhang der Dinge, umsie dermalen richtig zu beurtheilen. Die äussere An-schauung genügt. Wer kann sich dem peinlichstenEindruck verschliessen, wenn er dies Nacheinander vonParlamenten mit seinen unvermeidlichen zeit- und geist-raubenden Endlosigkeiten ansieht? Man hat behauptenwollen, dieses Uebermass des Guten entspreche dem