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Uebergangsstadium in eine künftige gesündere und festereGestaltung der Dinge.
Aber wenn ausgemacht scheint, dass das Zollpar-lament in seiner heutigen Form und Begrenzung nichtals etwas Bleibendes gedacht werden kann, so drängtsich uns damit auch die Frage auf, was wir dazu thunkönnen, um die mitwirkenden Kräfte in die heilsamsteRichtung zu leiten. Ausserordentlich viel Scharfsinnund Wissen sind in parlamentarischen Kreisen bereitsauf die Untersuchung dieser Frage verwendet worden,bei der es zunächst gilt, zu entscheiden: ob es rath-samer sei, die Machtsphäre des Zollvereins auf einehöhere Stufe zn erheben, oder aber das Gebiet desnorddeutschen Bundes in die Breite auszudehnen; mitandern Worten, ob mehr Aussicht sei, das deutscheParlament dem Boden des Zollparlaments oder demBoden des Reichstages abzugewinnen? Während dernorddeutsche Bund die wichtigen Vorzüge einer höherund natürlicher ausgebildeten Organisation darbietet,lockt der Zollverein durch die räumliche Vollständig-keit seiner Grundlage. Sie werden es mir aus leichtzu errathenden Ursachen erlassen, näher in das Fürund Wider dieser subtilen und verwickelten Frage hiereinzugehen. Auch könnten wir über der Vertiefung indieses Räthsel der Staatsklugheit leicht in Gefahr kommen,die einfache Wahrheit aus dem Auge zu verlieren, dass