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Schätze kein Billet verabfolgen will. Das ist ein Fragen,Klagen, Schelten, Rechnen, Zählen und Erklären ohneEnde.
Welche Ironie auf das Jahrhundert, das die Zeitmit Dampf und das Wort mit Elektricität beflügelt;welche Ironie auf den Sänger, der sich rühmt, dasszu Gott hoch im Himmel vom Rheine bis zumBelt dieselbe Sprache emporklinge, dieweil die klin-gende Sprache seines engsten Yaterländchens verge-bens an dem Schalter der nächsten Bahnstation umErhörung fleht. Alle Nationen der gebildeten und halb-gebildeten Welt haben ihr Geldwesen gereinigt, wirsind, wie in den meisten politischen Dingen, nach demersten Ansatz stehen geblieben, zufrieden mit halbenund Yiertels-Massregeln, und das Uebrige der trägenZeit überlassend. „Und Elend lässt zu hohen Jahrenkommen,“ sagt Hamlet , der Vater aller deutschen Re-formatoren. Frankreich, England, Holland, Belgien ,die Schweiz mit ihren zweiundzwanzig Kantonalhohei-ten, Italien mit seinen eben erst zusammengerafftenLandschaften, selbst Spanien und die Türkei habeneine allerwegen geltende, gemeinverständliche National-münze geschaffen. Nur wir haben bei dem WienerMünzvertrag von 1857 Genüge gefunden an einem Ab-kommen, welches Nichts erledigte und die buntesteVerschiedenheit bestehen liess. Wir haben die liäss-