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ständigkeit auf die Länge zu verharren, Aussicht haben.
Dann hat die verderbliche Mainlinie aufgehört die KarteDeutschlands zu entstellen; dann hat der Käme, derlächerliche, ärgerliche Name „Süddeutsche“ aufgehört ?
einen Sinn zu haben; dann giebt es auf der einenSeite: Deutsche , auf der andern: Würtemberger undBaiem, denen der Schimpf und Spott solcher Zwerg- [
nationalität bald zum Ekel werden muss. Mit der 1
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Theorie, dass er nur die vier süddeutschen Staatenauf einmal nehmen könne, verlässt der Bundeskanzlerdie ganze Tradition seiner eigenen inneren Poli-tik; er verfällt damit in den Irrthum grade seinerunversöhnlichsten Gegner, welche auf ihre Fahne ge- 1
schrieben haben: „Alles oder Nichts!“ und es ist garnicht abzusehen, warum in ein so unträtables Programm t*
(welches ja nur eine Umschreibung des sogenanntengrossdeutschen wäre) nicht auch Deutschösterreichsollte aufgenommen werden. Bekennen wir uns einmalzu der Formel, dass mit dem nächsten Schritt derdeutsche Staat zu seiner definitiven Gestalt kommenmüsse, so ist unvermeidlich auch Deutschösterreichzur unerlässlichen Beigabe der nächsten Erweiterungzu machen. Die Politik, welche den NorddeutschenBund gegründet und bisher geleitet hat, ist aberkeineswegs die des „Alles oder Nichts.“ Sie begnügtsich mit dem Gewinn den sie jedesmal greifen
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