und Kreuzern zu rechnen, wenn man auch in Kronenthalern zu 2 Gulden42 Kreuzer zahlte.
Der Feingehalt des Kronenthalers in Verbindung mit seiner vomVerkehr angenommenen amtlichen Bewertung ergab einen Münzfuß, deretwas leichter war, als ein 24^/s-Guldenfuß ^.
Außer den geschilderten Münzfüßen bestanden in einzelnen Territorienbesondere Systeme von geringerer Ausdehnung und Bedeutung.
Die politischen Katastrophen um die Wende des 17. und 18. Jahr-hunderts, das Ende des heiligen römischen Reiches deutscher Nation, diefranzösischen Revolutionskriege und die Verzweifelungskämpfe gegenNapoleon brachten das deutsche Geldwesen auch dort, wo es leidlichgeordnet war, in die größte Verwirrung. Es wurde nicht nur, wie infrüheren Zeiten großer politischer Not, unterwertiges Geld in großenMassen ausgeprägt, sondern Preußen und Österreich schritten auch zurAusgabe von uneinlösbarem Staatspapiergeld, welches eine überausstarke Entwertung erfuhr.
Nach der endgültigen Wiederherstellung des Friedens war für diedeutschen Staaten eine der wichtigsten und dringendsten, aber auch eineder schwierigsten Aufgaben die Neuordnung des Geldwesens.
Eine einheitliche Regelung der Münzverfassung für ganz Deuschlanderschien ausgeschlossen. Die Auflösung des alten Reiches brachte deneinzelnen Staaten auch die formelle und völkerrechtlich anerkannteSouveränität. Der „Deutsche Bund ", welcher an die Stelle desReiches trat, war ein völkerrechtliches Gebilde, ein Staatenbund, seineBeschlüsse waren Verträge, welche in den einzelnen Staaten erst durchLandesgesetze rechtskräftig wurden.
Das in dein Wesen des Bundes begründete Erfordernis der Ein-stimmigkeit bei allen Beschlüssen machte selbst auf denjenigen Gebieteneine Einigung unmöglich, wo eine solche im klaren Interesse der Einzel-regierungen selbst gelegen war, so auf dem Gebiete der Zollpolitik unddes Münzwesens; denn die partikularistische Verbohrtheit und der böseWille eines einzigen Staates genügten, um jeden Beschluß zu verhindern.
Die einzelnen Staaten sahen sich dadurch gezwungen, die notwendigenReformen isoliert für sich vorzunehmen, wie auf dem Gebiet der Handels-politik, so auch auf dem Gebiet des Münzwesens.
l Siehe Beiträge S. 76, 80 ff.