läudern zuerst die Schweiz . Seit dem Jahre 1860 prägte sie ihrekleineren Silbermünzen zwar im selben Gewicht aber in geringereinFeingehalt als bisher, nämlich in einer Feinheit von ^/i« statt ^/io.Dadurch war ein Einschmelzen dieser Silbermünzen unrentabel gemacht.
Frankreich setzte nun (1861) abermals eine Münzkommission ein, umdie gegen das Verschwinden der Silbermünzen zu ergreifenden Mittel zuberaten, und diese Kommission endlich schlug vor, das Beispiel Englands ,Amerikas und der Schweiz zu befolgen. Sie empfahl für die kleinerenSilbermünzen eine Legieruug von 800 Tausendteilen Feingehalt imMinimum, 850 Tausendteilen im Maximum.
Die Negierung brauchte abermals einige Jahre, bis sie zu einemEntschlüsse kain. Sie entschied sich dahin, Silberscheidemünzen in einemFeingehalt von 835 Tansendteilen ausprägen zu lassen. Für die Wahldieser merkwürdigen Legierung, welche den Ärger aller Anhänger desmetrischen nnd decimalen Systems erweckte, war ausschlaggebend die Er-wägung, daß damit eine annähernde Übereinstimmung mit der Unter-wertigkeit der englischen und amerikanischen Silberscheidemünzen erzieltwurde. Das Streben nach einem Weltmünzbund, welches späterfür die französische Münzpolitik der maßgebende Gesichtspunkt wurde,hatte also schon damals praktische Bedeutung.
Erst im Jahre 1864 jedoch ließ Frankreich Stücke in dem neuenFeingehalt ausprägen, und zwar nur 50- und 20 Centimesstücke, währenddie größeren Silbermünzen vollwertiges Kurantgeld blieben.
Noch ehe die Unterhandlungen in Frankreich selbst zu diesem Endegediehen waren, verfügte Italien die Prägung einer ansehnlichen Summevon Zwei-, Ein-', Einhalb- und Einfünftel-Lire-Stücken als Scheide-münzen in dem von der französischen Regierung in Aussicht genommenenFeingehalt.
Man empfand es nun als einen Übelstand, daß im Gebiet derFrankenwährung Silberscheidemünzen von verschiedener Feinheit geprägtwurden und umliefen; denn der Münzumlauf der Frankenländer wardamals schon, obwohl darüber.kein Vertrag bestand, ein fast gänzlichgemeinschaftlicher. Die einzelnen Länder duldeten nicht nur das Franken-geld der anderen in ihrer Zirkulation, sondern sie hatten sogar teilweisedem Frankengeld der anderen Staaten gesetzlichen Kurs gleich demeigenen Landesgelde verliehen.
Die Störung des Wertverhältnisses zwischen Gold und Silber undihre Wirkung auf den Silberuinlauf gab den Anlaß, diese autouome