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schlug diese starke Unterwertigkeit vor, weil — wie die Motive sagten —der gewählte Münzfuß (100 Mark ans das Pfund Feinsilber) sich demDecimalsystem anschließe, und weil er alle Zahlenverhältnisse innerhalbdes Systems sehr vereinfache, indem namentlich jedesmal eine rundeZahl von Stücken (90 Einmarkstücke u. s. m.) auf das Bruttopfnnd gingen.Sehr triftig war diese Begründung einer für damalige Begriffe ver-hältnismäßig starken Unterwertigkeit der Silbermünzeu nicht, und eskann daher nicht Wunder uehmeu, daß diese Bestimmnng des Entwurfssowohl im Bundesrat als im Reichstag Gegner fand.
Hauptsächlich wurde gegeil eine so starke Unterwertigkeit die Gefahrder „echten Nachprägung" ins Feld geführt. Namentlich der badischeBevollmächtigte äußerte bei der Beratung des Gesetzes in denBundesratsausschüssen schwere Bcdeuken in dieser HinsichtDer Bundes-rat verschloß sich der Wichtigkeit dieser Frage nicht, sondern sah sichveranlaßt, ein technisches Gutachten darüber einzuholen. Dieses Gut-achten ^ hielt die Gefahr der echten Nachprägung hinsichtlich der kleinerenSilbermünzen für ausgeschlossen, teilte aber die Bedenken hinsichtlich desFünfmarkstückes. Um alle Gefahr zu beseitigen, schlug es vor, aus demPfund Feinsilber nur 19 Fünfinarkstücke statt 20 auszubringen. Dievereinigten Ausschüsse und später das Plenum des Bundesrates schlössensich jedoch in dieser Hinsicht dem Gutachteu nicht an. Sie hielten auchfür das Fünfmarkstück die Unterwichtigkeit von 10 Prozent aufrecht.
In Hinsicht auf den heutigen Währnngsstreit, in welchem seitensder Bimetallisten die Gefahr der echten Nachprägnng unserer Silber-münzen als Argument für die UnHaltbarkeit unseres gegenwärtigenWährungszustandes aufgeführt wird, ist es interessant zu sehen, wiegenau damals schon diese Frage erwogen wurde. Man erkannte damalsschon, daß, wenn man überhaupt die Gefahr der echten Nachprägung alsbestehend annehmen wolle, hauptsächlich Nachprägungen im Ausland zubefürchten seien, wo diese eventuell "nicht als Münzverbrechen behandeltwerden würden. Als Schutzmittel gegeu diese Nachpräguug im Auslandwnrde damals schon ein Einfuhrverbot deutscher Silbermünzen in Er-wägung gestellt. Aber die Mehrheit im Bundesrat, und später auch die