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gezogenen Einthalerstücke, der sich aus 27,788.956 Thaler belief, ist, ob-wohl Nachweisungen über die Prägezeit der Stücke nicht vorliegen, alszu der Gruppe aus der Zeit von 1750—1816 gehörig behandelt.
Ferner ist bei den Angaben über die Ausprägung von Einthalerstückender Betrag der Ausprägung der preußischen ^2- und '/^ Thalerstücke in-begriffen (s. oben S. 88 und 97). Dagegen sind die Einziehungen andiesen Stücken, welche vor der Reform 354.192 Thaler und nach derReform 6.197 Thaler, zusammen also 360.389 Thaler betrugen, nicht inRechnung gestellt. Dieser Betrag ist jedoch so klein, daß er praktischohne jede Bedeutung ist.
Die Stücke der ersten beiden Gruppen (1750—1816 und 1817—1822)waren schon seit 1873 von den Reichskassen und den Landeskassen derThalerstaaten, seit Mitte 1878 auch von den Landeskassen der Gnldenländereinbehalten und zur Einschmelzung abgeliefert worden. Ihr immer spär-licheres Eingehen ließ darauf schließen, daß keine erheblichen Mengenmehr im Umlauf sein konnten.
Die Stücke der dritten und vierten Gruppe (1823—1856 und von1857 ab) wurden noch nicht regelmäßig eingezogen, sondern je nach demBedarf für die Affinieruug und Umprägung aus den Kassen der Reichs-bank entnommen.
In seiner Schätzung nahm Arendt an, daß von den Thalern derersten beiden Gruppen im ganzen noch etwa 3,5 Millionen Mark imUmlauf seien.
Für die dritte Gruppe schätzte er einen Abgang von 20 °/o, da dieseStücke, weil sie ursprünglich um 2V4 ° uo mehr Silbergehalt als dieVereinsthaler und außerdem einen die Ausscheidung lohnenden Kupfer-zusatz von 25 °/o hatten, während der Jahre des starken Silberexportsnach Ostasien und auch wohl sonst für Zwecke der Einschmelzung be-vorzugt worden seien.
Die Thaler von 1857—1873 teilt Arendt in zwei Gruppen: von1857—1865 und von 1866—1873. Der Grund zu dieser Unterscheidungwar, daß bis Ende 1865 ein Abfluß von Silbergeld nach dem Auslandvorhanden war, später nicht mehr. Für die erste dieser beiden Gruppennahm Arendt 10°/o, für die letzte 5 °/v Abgang an.
Dazu kamen noch die österreichischen Thaler, für welche Arendt einenAbgang von 20°/o schätzte.
Auf dieser Grundlage kam Arendt zu dem Resultat, daß der am Endedes Jahres 1878 noch vorhandene Thalerumlauf 498 Millionen Mark betrage.