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Änderungen über die Bestimmung des Feingehalts der Silbermünzen unddaß Hierwegen, sowie auch über das etwaige Absehen von der Aus-prägung von Nickelmünzen, zunächst die Äußerung von Münztechnikerneinzuholen sei.
„Das erhobene Gutachten besagt nun im wesentlichen folgendes:„Die Gefahr einer Nachprägung sei bei Annahme des Vorschlags derPräsidialvorlage als nicht unbegründet anzuerkennen, jedoch nur bei demFünfmarkstück, während die Nachahmung von ^/i- und '/s Markstücken ingrößerem Maßstab nur mit Schwierigkeiten gewinnbringend zu bewirkensei. Es könne daher eine Änderung in der Ausbringung der Silber-münzen, wie solche von dem Bevollmächtigten für Baden vorgeschlagensei, nicht befürwortet werden, vielmehr würde ein Aufgeben der rundenStückelung von 100 Mark auf ein Pfund fein zu bedauern sein, Keinen-falls sei die Bestimmung eines Feingehalts auf 0,866 Bruchteile vonTausendteilen zu empfehlen. Das Gutachten empfiehlt hiernach, demFünfmarkstück, und zwar ihm allein, ein besseres Ausbringungsverhältniszu geben und schlägt einen Ausmünzungsfuß von 95 Mark aus 1Pfund fein vor, wonach 19 Stücke auf das feine Pfund, 17,1 auf dasBruttopfund gehen und 171 Fünfmarkstücke 10 Pfund wiegen würden.Der Münzfuß werde dadurch um 5^/9 °/o verbessert.
„Die Sachverständigen empfehlen des weiteren, die 10- und 5 Pfennig-stücke in Nickel , etwa unter dem Namen Argentanmünzen, weil sie dochnur zum geringeren Teile einen Zusatz von Nickel enthalten würden, aus-zuprägen.
„Endlich wird empfohlen, für die projektierten 20 Pfennigstücke derPrägung in Silber statt in Nickel resp. Kupfer den Vorzug zu geben.Sie könnten immerhin noch die annehmbare Dimension von 16 Millimeterim Durchmesser erhalten, es könne zu der beträchtlichen Menge, welcheausgeprägt werden würde, das überschüssige Silber aus den einzuziehendenSilberkurantmünzen passend verwendet und damit zugleich der An-schaffungspreis des Nickel- und Kupsermetalls auf mäßiger Höhe erhaltenwerden. — Auch sei damit einer unerwünschten Annäherung und Ver-wechselung mit den in Nickel geprägten belgischen 10 Centimesstückenvorgebeugt.
„Das Ergebnis der hierüber gepflogenen Ausschußberatungen warfolgendes:
1. Es soll bei dem Vorschlage des Entwurfs, Fünfmarkstücke alsSilbermünzen auszuprägen und eine Zwischenstufe zwischen den
Helfserich, Beiträge zur Geldresorm, 18