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Wirklichkeit 54 V4 ä war. Unter diesen Umständen war jede Versendungnach Ostasien ausgeschlossen.
Infolgedessen ging der Silberpreis immer weiter zurück. Ende Junikam er auf 52 ck an und stieg auch im Juli nicht nennenswert überdiesen Preis, obwohl sich der indische Rat zu einer Herabsetzung seinesAngebots von Couneilbills auf 30 Lakh Rupien pro Woche entschloß.
Auch der Zusammentritt der von den Vereinigten Staaten nachParis berufenen internationale!? Münzkonferenz (am 10. August) gab demSilbermarkt keinen neuen Impuls. Niemaud erwartete von dieser Konferenzein praktisches Ergebnis
Dagegen war es ein neuer Schlag für den Silbermarkt, daß derindische Rat, entgegen allen Anforderungen, zur Erleichterung des Silber-marktes die Begebungen von Schatzwechseln weiter zu verringern^, fürdie erste Septemberhälfte eine Erhöhung des Angebots auf 35 Lakh proWoche ankündigte. Um die Wirkung dieser Maßregel voll ermessen zukönnen, mnß man in Betracht ziehen, daß der Silberexport nach Indienund China in den drei Monaten August bis Oktober 1878 zusammen nur546.000 F betrug, nicht ganz soviel, wie in dem einen ohnedies bereitsungünstigen Monat März, und wenig mehr als ein Drittel der Silber-verschiffungen in dem einen Monat Februar.
Im September ging der Silberpreis auf 51 >/s ä hinab. Zu diesemPreis blieb der Markt verhältnismäßig fest, da nicht nur der Silber-bedarf, sondern auch die Silberzufuhr außerordentlich gering war.
Bis zu diesen: Punkt entwickelte sich der Londoner Silbermarkt,während sich das Deutsche Reich aller Verkäufe iu Loudon enthielt. Derletzte Verkauf war am 6. April zu einem Preis von 54 V4 abgeschlossenworden. Im September notierte Silber 2^/4 cl niedriger.
Infolge der eingetretenen Stockung in den Verkäufen sammelte sichin den Händen der Reichsregierung ein großer Bestand von Barren-silber an. Im Juni erreichte dieser Bestand bereits den Umfang vonetwa 280.000
In Anbetracht dessen fragte damals die Reichsbank bei der London Joint Stock Bank an, ob es nicht möglich sei, durch Verkäufe zu den